Umfrage-Ergebnis:

Erfolgsquoten bei Interviews

(März 2008)
IT-Selbstständige sind geschickte Verhandlungspartner. Diesen Schluss legt eine GULP Umfrage unter 213 IT-Freiberuflern zu ihren Projektverhandlungen nahe. Danach kommt jeder zweite Befragte in Interviews fast immer zum erhofften Ergebnis.
Immerhin noch 40 Prozent können ihre Forderungen zumindest hin und wieder durchsetzen. Nur etwa jeder Zehnte ist mit dem Verhandlungsergebnis meist unzufrieden.
Verhandeln Sie mit dem Projektanbieter immer optimal?
 51% Ja, komme fast immer zum Ziel.
 40% Geht so, erreiche mein Ziel nur ab und zu.
 9% Nein, bin mit dem Ergebnis meist unzufrieden.
Die Zielerreichung seitens des Freiberuflers ist die eine Seite. Ob sich der Projektanbieter angesichts mehrerer Kandidaten davon aber auch überzeugen lässt, ist eine andere. Im Idealfall folgt auf eine erfolgreiche Verhandlung der Projektzuschlag. Diesbezüglich fährt die relative Mehrheit der IT-Spezialisten (27 Prozent) mit ihrer Verhandlungstaktik recht gut: Ihre Interviews führen fast immer zu einer Beauftragung. Noch jeweils ein Viertel der Befragten geben ihre Erfolgsquoten bei Interviews mit 75 Prozent bzw. 50 Prozent an.
Wie viele Ihrer Interviews führen zum Auftrag?
 27% fast 100 %
 25% ca. 75%
 23% ca. 50%
 15% ca. 25%
 4% ca. 10%
 6% weniger als 10%
Im vergangenen Jahr stellten die Befragten ihr Verhandlungsgeschick bei durchschnittlich fünf Interviews unter Beweis. In Kombination mit den erzielten Erfolgsquoten von 50 Prozent bis 100 Prozent erhielten somit die meisten IT-Selbstständigen (75 Prozent) gleich mehrere (drei bis fünf) Projektzuschläge. Bei Aufträgen mit 100-prozentiger Auslastung wäre es somit naheliegend, dass sich die Freiberufler aus diesen die Sahnestücke herausgepickt haben. Denn hochgerechnet auf ein Jahr und bei einer angenommenen Projektlaufzeit von mindestens sechs Monaten hätten sie alle Angebote aus Zeitgründen gar nicht bedienen können. Sofern es keine Aufträge mit Vollauslastung waren, ist wahrscheinlich, dass viele IT-Freiberufler mehrere Projekte auch parallel durchgeführt haben. Wie sind Ihre Erfahrungen? GULP freut sich auf Ihr Feedback.

Kommentare zu diesem Artikel:

"Je mehr Ahnung der Projektleiter des Kunden hat, je leichter kann man den Skill rüber bringen. Dass es zum Interview kommt heisst in den meisten Fällen aber dass der Einkauf den Stundensatz abgenickt hat; mit anderen Worten der involvierte Projektleiter hat nun jeden Grund den besten Kandidaten auszuwählen. (März 2008)"

"In den meisten Fällen kann man sich anhand der Ausschreibung schon ein Bild von dem Projekt machen. Wenn man sich dann entscheidet, ein Interview zu führen, sollte das Ziel auch ein erfolgreicher Abschluss sein. Zumal die Interviews meist von Projektleitern geführt werden mit denen man später nur peripher zusammenarbeitet. (März 2008)"

"Die Umfrage kann auch bedeuten, dass man sich - wenn es erst mal zum Interview kommt - schon sehr einig ist. Das heisst, weniger Verhandlungsgeschick, sondern: im Vorfeld ist schon fast alles klar. Ausserdem kann man als Freiberufler ja auch leicht wieder ausgetauscht werden. (März 2008)"

"Ein Interview ist immer gegenseitig: Es kann auch dazu führen, daß der Freiberufler den Auftrag nicht annehmen möchte. Wer ein erfolgreiches Interview dadurch definiert, daß er den Auftrag erhält, sieht vielleicht manches zu unkritisch - oder hat einfach Glück mit seinen Interviewpartnern. (März 2008)"