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| Betriebssysteme |
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UNIX
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Windows
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MVS
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Abbildung 1: Entwicklung
der Projektanfragen zu den drei beliebtesten Betriebssystemen
in %
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Qualifikationen im Bereich Windows Betriebssysteme wurden während
des vergangenen Jahres im Schnitt von 15,5 Prozent aller Projektanbieter
gesucht. Diese Nachfrage knickte Mitte des Jahres auf nur 10 Prozent
ein, hat sich dann aber wieder erholt und ist im August mit 17,9
Prozent auf den höchsten Stand des Jahres geklettert.
12,3 Prozent der Projektanbieter haben während des vergangenen
Jahres im Schnitt UNIX-Fachleute gesucht. Die Nachfrage nach dem
Betriebssystem sackte im Juli 2002 kurzzeitig auf acht Prozent herunter,
hat sich aber seither erholt und kletterte im August wieder auf
11,9 Prozent. UNIX-Experten bilden die zweitgrößte Gruppe
im Bereich Betriebssysteme mit einem durchschnittlichen Stundensatz
von 73 EUR.
Bessere Verdienstmöglichkeiten bieten die weniger populären
aber stabil nachgefragten Betriebssysteme MVS, AIX (jeweils 77 EUR)
und Solaris mit 76 EUR.
Die spannendste Frage ist hier: Steigen die Chancen für Windows-Experten?
Es wäre wünschenswert, denn diese Spezialisten bilden
die größte Gruppe im Bereich Betriebssysteme und der
durchschnittlich geforderte Stundensatz beträgt entsprechend
nur 69 EUR. Wahrscheinlicher ist allerdings, dass viele Unternehmen
jetzt Handlungsbedarf für die Einführung neuer Microsoftlösungen
sehen, da WinNT 4x zum 30. Juni 2002 in die "Extended Phase"
des Product Life Cycles übergegangen ist (vgl. Microsoft
)
. In dieser Phase werden viele Supportleistungen kostenpflichtig
und es bleibt nur noch ein Jahr, bis der Support wegfällt.
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Windows 2000
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WinNT
4x
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Windows XP
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Abbildung 2: Entwicklung
der Projektanfragen im Bereich der gefragtesten Windows-Betriebssysteme
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| Programmiersprachen |
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Die verbreitetsten Programmiersprachen sind Java, C/C++ und SQL.
Die meisten Projektanfragen erzielte mit 13,6 Prozent C/C++ gefolgt
von Java mit 11,9 und SQL mit 10,5 Prozent. Die durchschnittlichen
Stundensätze belaufen sich für das vielgefragte Java auf
70, für das ebenfalls beliebte C/C++ auf 69 und für SQL
auf 67 EUR (vgl. zu Java auch: Java
auf Talfahrt?). Die produktbasierte Programmiersprache ABAP
macht im Gegensatz dazu nur einen kleinen Teil der Projektanfragen
aus, aber ist mit 85 EUR auch wesentlich höher dotiert (siehe
auch: Wie steht's um ABAP?)
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Alle
Freiberufler
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Java
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C/C++
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ABAP
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Abbildung 3: Stundensatzentwicklung
im Bereich der gefragtesten Programmiersprachen
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| Datenbanken |
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Datenbankkenntnisse bringen erwartungsgemäß nicht so
viele Freiberufler mit wie Kenntnisse in Betriebssystemen bzw. Programmierung.
Die Stundensätze liegen dort (mit Ausnahme von MS-Access) leicht
über dem derzeitigen Durchschnitt von 74 EUR. Die meisten Datenbankspezialisten
kennen sich mit Oracle aus, auf das im letzten Jahr durchschnittlich
16,2 Prozent der Projektanfragen im Datenbankbereich entfiel. Trotz
einer Schwäche in den Sommermonaten dieses Jahres hat Oracle
damit stets die Nase vor IBMs DB2 behalten (Projektanfragen lagen
dort durchschnittlich bei 11,1 Prozent) - bis es im Juli erstmals
überholt wurde (zur Marktführerschaft von Oracle siehe
auch: Wer ist
die Nummer 1 bei den Datenbanken?)
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DB2
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ORACLE
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Abbildung 3: Entwicklung
der Projektanfragen in den letzten zwölf Monaten zu
den beliebtesten beiden Datenbanksystemen
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Die Stundensätze liegen im Schnitt für Oracle bei 74
EUR und bei DB2, für das es viel weniger ausgewiesene Spezialisten
gibt, bei 77 EUR. Auf MS-Access, das immer noch recht viele Freiberufler
als Skill angeben, entfallen im Verhältnis dazu nur 1,5 Prozent
der Projektanfragen - entsprechend unterdurchschnittlich ist der
gefordert Stundensatz von 66 EUR.
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| ERP & CRM |
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Alle
Freiberufler
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SAP CO
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SAP HR
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SAP SD
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Abbildung 4: Stundensatzentwicklung
für einzelne SAP Module
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Der Bereich Enterprise Resource Planning (ERP) und Customer Relationship
Management (CRM) wird von SAP dominiert. Die Walldorfer Softwarelösungen
sind dafür bekannt, auch in Krisenzeiten Projektmöglichkeiten
zu bieten und den Spezialisten je nach fachlichem Schwerpunkt überdurchschnittliche
Honorare zu bescheren (vgl. dazu auch: SAP
trotzt dem Trend). Sind Projekte mit allgemeinem SAP-Bezug noch
recht häufig im Angebot und stehen entsprechend vielen versierten
Freiberuflern gegenüber, so ist das bei einzelnen Modulen schon
anders. Es gibt nur wenig Angebote zu den R/3 Modulen, die allerdings
abgesehen von saisonalen Schwankungen konstant zwischen 1 und 6
Prozent aller Projektanfragen im Jahr liegen. Ihnen steht eine überschaubare
Zahl an Spezialisten gegenüber und entsprechend hoch sind die
geforderten Stundensätze (zwischen 86 und 93 EUR).
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Alle
Freiberufler
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Siebel
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Baan
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Peoplesoft/
Vantive
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Abbildung 6: Stundensatzentwicklung
im Bereich Customer Relationship Management Systeme
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Betrachtet man die Konkurrenz von SAP im CRM Markt,
so herrscht dort momentan Stille. Projektanfragen
zu Siebel, Peoplesoft oder Baan kann man an einer
Hand abzählen. Angesichts dieser Flaute ist es
nicht verwunderlich, dass die Stundensätze der
ansonsten so hoch dotierten wenigen CRM-Spezialisten
massiv nachgeben. Ob sich hier langfristig doch noch
ein Projektmarkt entwickeln wird, auf den Freiberufler
setzen sollten, wird davon abhängen, ob SAPs
mySAP CRM die Konkurrenz beleben kann und welche Dimension
die CRM-Pläne von Microsoft annehmen werden. |
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| Javatechnologien |
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Java-Technologien wie Java 2 Enterprise Edition
(J2EE), JavaServerPages (JSP) und Enterprise JavaBeans
(EJB) sind feste, jedoch nicht sehr wachstumsträchtige
Faktoren bei Anfragen im Bereich Internettechnologien.
Der durchschnittliche Anteil an allen Projektanfragen
in den letzten zwölf Monaten beträgt zwischen
2,2 und 2,6 Prozent. Die Nachfrage dieser Skills
weist extreme Schwankungen von 0,7 Prozent bis 5,1
Prozent auf und macht die Projektsuche zu einem
unberechenbaren Abenteuer. Die Stundensätze
rangieren zwischen 68 und 74 EUR.
Ob .NET es schaffen kann, zu einer echten Konkurrenz für J2EE
heranzuwachsen, hat GULP bereits im April 2002 erörtert (siehe
auch: .NET kommt -
nicht in die Gänge). In der Zwischenzeit scheint sich ein
Trend langsamen aber kontinuierlichen Wachstums abzuzeichnen:
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.NET
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J2EE
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Abbildung 7: Entwicklung
der Projektanfragen zu den konkurrierenden Softwareplattformen
Java 2 Enterprise Edition und Microsofts .NET
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.NET hat damit mittlerweile einen Anteil von 0,7 Prozent an den
Projektanfragen, im Gegensatz zu J2EE mit 2,2 Prozent. Das heißt,
dass jetzt fast nur noch jede dritte Projektanfrage zu J2EE anstelle
von .NET gestellt wird.
Leider spiegelt sich dieser Anstieg in den Honorarforderungen bislang
nicht entsprechend wider. Seit März dieses Jahres ist der Stundensatz
für .NET von 76 EUR auf 69 EUR in den Keller gerutscht.
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| Internettechnologien |
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HTML und XML sind hier mit durchschnittlich 4 bzw. 4,9 Prozent
der Projektanfragen in den letzten 12 Monaten schon festere Größen,
die weit geringere Schwankungen aufweisen als Javatechnologien.
Besonders erstaunlich ist die Führungsrolle von XML, die HTML
erst diesen August erstmals übernehmen konnte. Mit XML-Kenntnissen
konnten Freiberufler im Juli ganz ordentliche 72 EUR pro Stunde
fordern, während die Forderungen für HTML-Kenntnisse bei
moderaten 60 EUR lagen. Allgemein sind HTML-Kenntnisse unter Freiberuflern
in diesem Bereich am meisten verbreitet.
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XML
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HTML
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Abbildung
8: Entwicklung der Projektanfragen zu zu den Web-Skills
Hypertext Markup Language und Xtended Markup Language
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| Sind geringere
Stundensätze auf größeren Märkten sicherer als
hohe Stundensätze auf kleinen Märkten? |
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Ein Windows-Spezialist mit MS-Access- und HTML-Kenntnissen ist
in diesen Zeiten nicht zu beneiden. Ein SAP R/3 Berater dagegen
lebt auch heute ganz angenehm. Besonders hart trifft es die hochspezialisierten
Freiberufler, die es bislang gewöhnt waren, ausgesprochen hohe
Stundensätze verlangen zu können. Die Flaute im "Wachstumsmarkt"
CRM ist das beste Beispiel: Dort steht jetzt trotz der kleinen Anzahl
vorhandener CRM-Spezialisten manch einer ohne Projekt da oder ist
gezwungen, seine Honorarwünsche senken.
Als Freiberufler sollte man sich also gut überlegen,
auf welches Pferd man setzt. Umsatteln bedeutet
eine Investition von Zeit und Geld. Es gilt grundsätzlich
abzuwägen: bei Kenntnissen, die oft gesucht
werden, aber über die besonders viele Kollegen
auch verfügen, sollte man sich anschauen, wo
die Stundensätze stehen und nachrechnen, ob
sich das Erlernen eine weniger gefragten und gebotenen
Qualifikation lohnt, sofern eine stabile Nachfrage
dafür besteht und die Honorare dort wesentlich
höher sind. Natürlich muss man bedenken,
dass der Faktor "Projekterfahrung" eine
große Rolle spielen kann. Bleibt Schuster
bei seinen Leisten, so kann das bedeuten, dass der
Konkurrenzdruck wesentlich härter ist und projektfreie
Phasen häufiger sind. Natürlich fällt
das Umsatteln dann am leichtesten, wenn neue Technologien
eingeführt werden, wie jetzt mit .NET der Fall.
Dort ist die Konkurrenz noch recht klein und alle
stehen am Anfang des Lernprozesses. Wenn natürlich
zu viele auf den Zug aufspringen, kann es schnell
zu Gedrängel kommen. Möglicherweise wächst
der Bedarf an dieser Technologie nicht so stark
wie angenommen. Ein Restrisiko bleibt bei der Überlegung
also immer. Aber letztlich liegt es für Freiberufler
in der Natur der Sache immer dazuzulernen, um sich
auch in Zukunft Aufträge zu sichern. Projektfreie
Zeiten sind optimal, um weitere Skills zu lernen.
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| Die
Stichprobe |
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Die vorliegende Marktanalyse beruht auf der statistischen
Auswertung von 20.996 Projektangeboten, die IT-Freiberuflern
von September 2001 bis September 2002 über
den GULP-Server zugestellt wurden. Das Datenmaterial
wird durch Informationen aus den Profilen der über
36.429 bei GULP eingetragenen IT-Freiberufler (Stand
01.09.2002) ergänzt. Insgesamt repräsentiert
die Datenbasis der vorliegenden Marktanalyse mehr
als 80 Prozent des deutschen IT-Projektmarktes.
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