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Umfrage-Ergebnis

Wie wird die EU-Osterweiterung den IT-Projektmarkt beeinflussen?

(Januar 2003)
 
Die EU-Osterweiterung ist beschlossene Sache: Im Dezember 2002 haben die Staaten der Europäischen Union auf dem Kopenhagener Gipfel dem Zusammenschluss mit zehn, meist osteuropäischen Staaten zum 1. Mai 2004 zugestimmt. GULP hat IT-Freiberufler befragt, wie sie der Osterweiterung gegenüber stehen. 734 Teilnehmer gaben Auskunft.

 

Wie wird der Zusammenschluss den IT-Projektmarkt Ihrer Meinung nach beeinflussen?
Positiv 35%
Negativ 51%
Weiß nicht 14%
 
Und wie schätzen Sie die Auswirkungen der Erweiterung für sich persönlich (beruflich) ein?
Positiv 30%
Negativ 49%
Weiß nicht 20%

 

Über die Hälfte (51 Prozent) der Befragten ist der Ansicht, dass sich der Zusammenschluss negativ auf den IT-Projektmarkt auswirken wird. Ein gutes Drittel (35 Prozent) erwartet positive Impulse und 14 Prozent enthalten sich einer Aussage. Damit stehen die IT-Freien den Erweiterungsplänen weit skeptischer gegenüber, als dies die Interneterhebung des Europäischen Parlaments mit mehr als 8.700 ost- und westeuropäischen Teilnehmern im November 2002 ergeben hat. Gefragt, ob sie die wirtschaftlichen Auswirkungen des Zusammenschlusses positiv einschätzen, antworteten 71 Prozent der Teilnehmer mit Ja. Lediglich 26 Prozent stimmten der Annahme nicht zu. Auch die deutschen Teilnehmer jener Erhebung waren weit optimistischer als die IT-Experten: 66 Prozent sahen einen wirtschaftlichen Vorteil im EU-Zusammenschluss und nur 30 Prozent waren von negativen Folgen überzeugt (vgl. Europarl Responses of EU Member States).

Hinsichtlich der persönlichen Bedingungen sind die Teilnehmer der GULP-Befragung ebenfalls pessimistisch: 49 Prozent, also fast die Hälfte, glaubt, dass die Erweiterung sich negativ auf ihre persönliche berufliche Situation auswirken wird und weniger als ein Drittel (30 Prozent) erwartet hier positive Auswirkungen für sich. 20 Prozent der Befragten enthalten sich lieber ganz einer Prognose. Zum Vergleich: in der europaweiten Internetumfrage des Europäischen Parlaments ist diese Einschätzung genau umgekehrt: 65 Prozent aller Teilnehmer sehen in der Ost-Erweiterung überwiegend Vorteile für sich persönlich. Nur ein knappes Drittel (32 Prozent) ist negativ eingestellt. Bei den deutschen Teilnehmern sind sogar 70 Prozent überzeugt, einen Vorteil davon zu tragen, während gerade mal ein Viertel eine Verschlechterung der persönlichen Umstände befürchtet.

Fazit: IT-Experten geben sich - selbst für deutsche Verhältnisse - überdurchschnittlich pessimistisch, was die EU-Osterweiterung angeht. Erinnerungen an die GreenCard-Diskussion Anfang 2000 werden wach (vgl. Umfrage-Ergebnis "GreenCard Teil 1")

 


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