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Über die Hälfte (51 Prozent) der Befragten ist der Ansicht,
dass sich der Zusammenschluss negativ auf den IT-Projektmarkt auswirken
wird. Ein gutes Drittel (35 Prozent) erwartet positive Impulse und
14 Prozent enthalten sich einer Aussage. Damit stehen die IT-Freien
den Erweiterungsplänen weit skeptischer gegenüber, als
dies die Interneterhebung
des Europäischen
Parlaments mit mehr als 8.700 ost- und westeuropäischen Teilnehmern im
November 2002 ergeben hat. Gefragt, ob sie die wirtschaftlichen
Auswirkungen des Zusammenschlusses positiv einschätzen, antworteten
71 Prozent der Teilnehmer mit Ja. Lediglich 26 Prozent stimmten
der Annahme nicht zu. Auch die deutschen Teilnehmer jener Erhebung
waren weit optimistischer als die IT-Experten: 66 Prozent sahen
einen wirtschaftlichen Vorteil im EU-Zusammenschluss und nur 30
Prozent waren von negativen Folgen überzeugt (vgl. Europarl
Responses of EU Member States).
Hinsichtlich der persönlichen Bedingungen sind die Teilnehmer
der GULP-Befragung ebenfalls pessimistisch: 49 Prozent, also fast
die Hälfte, glaubt, dass die Erweiterung sich negativ auf ihre
persönliche berufliche Situation auswirken wird und weniger
als ein Drittel (30 Prozent) erwartet hier positive Auswirkungen
für sich. 20 Prozent der Befragten enthalten sich lieber ganz
einer Prognose. Zum Vergleich: in der europaweiten Internetumfrage
des Europäischen Parlaments ist diese Einschätzung genau
umgekehrt: 65 Prozent aller Teilnehmer sehen in der Ost-Erweiterung
überwiegend Vorteile für sich persönlich. Nur ein
knappes Drittel (32 Prozent) ist negativ eingestellt. Bei den deutschen
Teilnehmern sind sogar 70 Prozent überzeugt, einen Vorteil
davon zu tragen, während gerade mal ein Viertel eine Verschlechterung
der persönlichen Umstände befürchtet.
Fazit: IT-Experten geben sich - selbst für deutsche Verhältnisse
- überdurchschnittlich pessimistisch, was die EU-Osterweiterung
angeht. Erinnerungen an die GreenCard-Diskussion Anfang 2000 werden
wach (vgl. Umfrage-Ergebnis "GreenCard
Teil 1")
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