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Umfrage-Ergebnis

Auslandserfahren? Natürlich, certainly, naturalmente, bien sûr!

(September 2002)

Wie viele Freiberufler sind schon einmal in die Welt hinaus gezogen? GULP wollte wissen, ob IT-Freiberufler schon im Ausland tätig waren und wo das war.

Zwischen dem 10.08. und dem 10.09.2002 gaben insgesamt 249 Nutzer des GULP-o-meters dazu Auskunft (Mehrfachnennungen waren möglich):

 

Haben Sie schon einmal im Ausland in einem Projekt gearbeitet?
Nein 37%
 
Wenn ja, wo?
deutschsprachiges Ausland 26%
UK 13%
Frankreich 9%
Spanien 7%
sonstige EU 17%
Osteuropa 9%
USA 14%
weltweit 12%

 

Wer will noch mal, wer hat noch nicht...

63 Prozent der Befragten haben bereits Auslandserfahrung gesammelt. Allerdings: Eine Mehrheit derer, die hier bislang noch nicht weg waren, wären wohl durchaus willens, diese Erfahrung noch zu machen. Nur 12 Prozent sind tatsächlich nicht mobil, wie die GULP-Umfrage "Projekte im Ausland" unlängst gezeigt hat.

Sprechen Sie deutsch?

Das beliebteste Ziel der Befragten, die schon mal jenseits der eigenen Landesgrenzen gearbeitet haben, war das deutschsprachige Ausland. Über ein Viertel der Freiberufler (26 Prozent) gaben an, schon einmal in D/A/CH Regionen bzw. Liechtenstein tätig gewesen zu sein. Das ist über die Hälfte weniger, als sich wünschen, einmal im deutschsprachigen Ausland tätig zu sein (siehe auch GULP-Umfrage "Projekte im Ausland"). Kämpfen viele der Freiberufler, die den Wunsch hegen, im deutschsprachigen Ausland zu arbeiten, noch mit Informationsdefiziten? Erste Anhaltspunkte bietet die GULP Knowledge Base: IT-freiberuflich in Österreich, Stundensatzvergleich Schweiz-Deutschland, Projektchancen Schweiz und FAQ Schweiz.

Is UK not ok?

Während viele Freiberufler gerne einmal nach Großbritannien gehen würden (45 Prozent laut der GULP-Umfrage "Projekte im Ausland"), sind nur 13 Prozent schon mal dort gewesen, um in einem Projekt tätig zu sein. Nicht ganz unerwartet - denn dem britischen Projektmarkt geht es zur Zeit nicht gut und niedrige Stundensätze schrecken ab (vgl. Blick ins Nachbarland Großbritannien).

Nur 14 Prozent haben es bislang in die USA geschafft

Traumziel USA - für viele schon, doch nur 14 Prozent haben es bislang wahrmachen können. Der Sprung über den großen Teich ist nicht mehr so einfach. Auch in den USA leidet der IT-Projektmarkt und Fachkräfte werden nur sehr ausgewählt ins Land gelassen. So müssen die 43 Prozent der Befragten, die vorhaben, einmal dort zu arbeiten (vgl. GULP-Umfrage "Projekte im Ausland"), das entsprechende Know-how und die Geduld mitbringen, um zum Ziel zu gelangen.

Frankreich, Frankreich

Mit Frankreich liebäugeln und tatsächlich in Frankreich arbeiten sind zwei Paar Stiefel. Über ein Fünftel (21 Prozent) träumen davon, dort tätig zu sein und nur 9 Prozent haben es bislang auch geschafft. Die Grande Nation zeigt Selbstständigen - und gar noch Ausländern nämlich gerne die kalte Schulter. Sind die offiziellen Formalitäten für EU-Bürger zwar nicht aufwändig, so ist die "Lizenz zur Freiberuflichkeit" nicht leicht zu haben (vgl. Frankreich: Pays Imaginaire - auch für IT-Freiberufler?). Dennoch: Wer Land und Lebensart liebt, sollte am Ball bleiben - und zur Not als "Grenzgänger" arbeiten.

Viva España...

¡Holá muchachos, olé! Feurige spanische Projektarbeit haben sich bislang nur 7 Prozent aller Befragten gegönnt, aber eigentlich träumen ja mehr als dreimal soviele davon, im Land des Boléros, der Sangria und des Stierkampfs freiberuflich tätig zu sein. Die Formalitäten schrecken nicht, denn für EU-Bürger sind sie minimal. Da kriselt wohl der spanische Projektmarkt ...

Arbeiten in Euroland

Das Zusammenwachsen Europas hat den Papierkrieg für all diejenigen gemindert, die - sei es aus Notwendigkeit oder aus purer Neugier - bei europäischen Nachbarn tätig werden wollen. Immerhin 17 Prozent haben bereits schon mal in sonstigen europäischen Gegenden gearbeitet. Ob auf Capri, unter der schwedischen Mitsommernachtssonne, oder auf der grünen Insel, der Himmel ist die Grenze (fast).

Zukunftsmusik Osteuropa

GULP fand mit der Umfrage "Projekte im Ausland" heraus, dass 17 Prozent der Befragten Interesse an einer Tätigkeit in Osteuropa haben. 9 Prozent haben sich bislang schon einmal dort umgesehen, wahrscheinlich im Auftrag von Banken und Versicherungen, die dort den Boden für die Umsetzung der geplanten EU-Osterweiterung bereiten. Sobald die Grenzen fallen, wird dies einen Boom für die IT-Branche zur Folge haben und westliche Unternehmen und Fachkräfte werden in östlichen Ländern benötigt, um den Aufbau der Infrastruktur voranzutreiben.

Was kostet die Welt?

12 Prozent aller befragten Freiberufler sind echte Globetrotter und waren bereits in anderen Teilen der Erdkugel tätig. Über ein Drittel aller Befragten der Umfrage "Projekte im Ausland" verspüren Abenteuerlust und wollen einmal auf anderen Kontinenten aktiv sein. Viel Potenzial zum Wachsen also. Die Motive für eine Auslandstätigkeit können dabei unterschiedlicher Art sein, zum Beispiel um Mobilität zu beweisen, um internationale Referenzen vorweisen zu können, aus privaten Gründen oder um Land und Kultur besser kennenzulernen.

 


Kommentare zu diesem Artikel:

"Mit der Aussage unter "Zukunftsmusik Osteuropa", dass in den östlichen Ländern westliche Spezialisten benoetigt werden, das halte ich fuer eine arrogante Haltung, die die Gegebenheiten in diesen Ländern verkennt. Nach meinen persönlichen Erfahrungen in Russland werden dort Projekte benoetig, da es eine Menge von gut ausgebildeten Informatikern, Mathematikern etc dort gibt. Es fehlen dafuer aber die starken Wirtschaftssubjekte die die entsprechenden Aufträge vergeben können. Sicherlich, es werden auch westliche Fachkräfte gebraucht, aber nicht fuer den "Aufbau" sondern als Mittler in Projekten zwischen "westlichen" und "östlichen" Projektpartnern. MfG Oliver Fischer (Oktober 2002)"

"Der Artikel gibt zumindest einen kleinen Eindruck der evntl. Möglichkeiten. Was ich vermisse ist die Möglichkeit in GULP, nach Projekten im Ausland zu suchen (ausser A/CH). (Oktober 2002)"


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