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| Umfrage-Ergebnis
Geboten wird: eine Zufriedenheitsgarantie! |
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(Mai 2004) |
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| Eine Umfrage, die etwas heikel war. GULP fragte
nämlich nicht nur allgemein nach dem Selbstbewusstsein der IT-Freiberufler,
sondern wollte wissen, inwiefern man dieses Vertrauen in sich auch
praktisch beweisen würde: Wer wäre also bereit, sein Können auf
den monetären Prüfstand zu stellen und damit seinen Kunden eine
Art von Zufriedenheitsgarantie zu gewähren? 701 Teilnehmer gaben
darüber Auskunft.
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| Ein Kunde bietet Ihnen Ihren normalen Stundensatz
und 30 Prozent Aufschlag bzw. Abzug bei sehr guter bzw. schlechter
Leistung. Die Arbeit beurteilt der Projektleiter monatlich. Was
halten Sie davon? |
Bin absolut dafür. 19% |
Kommt durchaus
in Frage. 47% |
Ist mir egal.
1% |
Würde ich
nur machen, wenn ich sonst das Projekt nicht bekäme. 14% |
Kommt nicht
in Frage. 18% |
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Eine viel zitierte These: Wer sich bewusst für die Freiberuflichkeit
entscheidet, vertraut auf sein Können. Aber ist er in der Konsequenz
auch bereit, sich mit seinen Qualitäten auf einen Deal einzulassen
– Chance und Risiko zugleich?
Und in der Tat, die Teilnehmer an der Umfrage bestätigen eindrucksvoll
diese These: Zwei Drittel von ihnen sind bereit, ihre Leistung monatlich
beurteilen zu lassen und die finanziellen Konsequenzen zu tragen.
Ohne Zweifel rechnen sie dabei nicht mit Honorareinbußen,
sondern haben im Gegenteil genug Vertrauen in ihre Fähigkeiten,
so dass sie auf 30 Prozent Aufschlag hoffen.
In der Praxis kann ein solcher "Deal" natürlich
nur funktionieren, wenn die IT-Freiberufler darauf vertrauen können,
dass ihre Leistung von dem Projektleiter auch begründet und
möglichst objektiv beurteilt wird. Es kommt also auf das so
genannte faire und partnerschaftliche Verhältnis an - das in
der Vielzahl der Projekte offensichtlich auch herrscht, wie die
Antworten vermuten lassen.
32 Prozent der Teilnehmer hält dagegen wenig von einer solchen
Vereinbarung, wobei sie nur 18 Prozent kategorisch ablehnen.
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Die Frage betrachtet den Fall, der sicher in der Praxis sehr selten
ist, aber dennoch im Bereich des Möglichen liegt: Erst im Projekt
stellt sich heraus, dass IT-Freiberufler und Projekt nicht zusammenpassen.
Wer trägt nun für diese Fehlentscheidung die Kosten?
Und wie schon bei Frage 1 schlägt sich bei der Verteilung
der Antworten das fachliche Selbstbewusstsein der Freiberufler deutlich
nieder: Insgesamt 64 Prozent der Teilnehmer würden –
mehr oder weniger überzeugt – darauf eingehen, dass sie
bei Nicht-Eignung auch nicht bezahlt werden.
„Bei Nichtgefallen Geld zurück.“ Dass 14 Prozent
der IT-Freiberufler die vorliegende Abmachung als optimales Marketinginstrument
betrachten und 32 Prozent sie als durchaus überlegenswert empfinden,
ist zudem ein Indiz für eine zunehmende Kundenorientierung
im IT-Projektmarkt: Zur Abgrenzung gibt es immer mehr freiberufliche
IT-Unternehmer, die zur Positionierung im Wettbewerb Garantien anbieten,
die in anderen Bereichen längst üblich sind. Eine der
wichtigsten davon ist hier wie allerorts: Dem Kunden die Zufriedenheit
mit der erbrachten Leistung so weit wie möglich zu gewährleisten.
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Kommentar
zum Artikel
"Und wieder eine Umfrage, über die man gerne diskutiert.
So soll es sein, weiter so. (Juni 2004)"
"Zur Frage: 'Wenn der Kunde innerhalb von zwei Wochen nach
Projektbeginn wegen fachlicher Nicht-Eignung die Zusammenarbeit
beendet, verzichtet der Freiberufler auf die Bezahlung. Würden
Sie darauf eingehen?' Also wenn der Kunde das beweisen kann, braucht
der Kunde nach dem deutschen Recht eh nix zu zahlen und kann u.U.
noch Schadensansprüche geltend machen. Fachliche Nicht-Eignung
ist Betrug! (Mai 2004)"
"Die knappen Umfragen samt ihren Auswertungen sind in ihrer
Gesamtheit mit das Beste, was GULP bietet. Nicht zu hoch aufgehängt,
nicht ohne Hintergründe analysiert, kurzweilig geschrieben,
auch die Fragen/Antworten über die Zufriedenheit ist ein weiterer
Puzzlestein zum ganzen Markt. (Mai 2004)"
"Ich hab bei euch noch keinen schlechten Artikel gelesen.
Bitte um einen Link, wo ich einen solchen finde ;-) (Mai)" |
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