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| Marktstudie:
Gute Zeiten für ABAP4-Entwickler? |
| (Oktober
2005) |
| Inhalt dieses
Artikels:
Altersverteilung der ABAP-Spezialisten |
Finanzielle Aussichten |
Entwicklung der Projekte |
Regionale Verteilung der Projekte |
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| Mit einem Spitzenwert von 6,9
% Anteil an allen Projektanfragen sicherte sich die SAP-spezifische
Programmiersprache ABAP4 im September 2005 mal wieder einen Platz
unter den TOP 5 Programmiersprachen im GULP-o-meter.
Bei der Nachfrage nach ABAP scheint also alles im Lot. Doch wie
steht's um die ABAP-Spezialisten? In einer aktuellen Marktstudie
hat GULP die Spezies "ABAP" etwas genauer untersucht.
Vorab: ABAP4 ist die Programmiersprache des SAP R/3-Systems und
ist die Abkürzung für "Advanced
Business Application Programming".
Seit 1990 basiert das gesamte SAP-System auf ABAP.
Insgesamt sind 1.150 Profile von ABAP-Spezialisten bei GULP hinterlegt.
Zum Vergleich: Die Zahl der Experten bei den Programmiersprachen
Java und C++ liegt bei rund 5.900 bzw. 5.000 IT-Freiberuflern. Somit
zählen ABAP-Entwickler zwar nicht unbedingt zu den Exoten,
stechen aber aus der Masse der Programmierer und Entwickler durchaus
heraus. Auch beim Alter setzen sie etwas andere Akzente. |
| Altersverteilung
der ABAP-Spezialisten |
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Mit im Schnitt 41,7 Jahren sind ABAP-Entwickler
deutlich älter als die große Masse der IT-Freiberufler
bei GULP, deren Durchschnittsalter bei 38,6 Jahren liegt. Im Detail:
Fast jeder dritte ABAP-Experte ist zwischen 40 und 44 Jahren alt,
immerhin 18,1 % zwischen 45 und 49 Jahren. Somit sind Freiberufler
mit ABAP-Know-how keine jungen Hüpfern mehr, sondern zählen
zu den "alten Hasen" im IT-Projektmarkt.
Diese Altersverteilung ist jedoch nichts außergewöhnliches,
da SAP-Spezialisten generell etwas älter sind als andere Experten.
Zum Vergleich: Während der Anteil der SAP-Fachleute bei den
40- bis 49-Jährigen 30% beträgt, liegt er bei den Java-Experten
in dieser Altersgruppe nur bei rund 21%.
Natürlich findet das höhere Alter und die damit verbundene
Berufserfahrung ihren Niederschlag auch in den Stundensatzforderungen.
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| Finanzielle
Aussichten |
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Mit durchschnittlich 74 Euro pro Stunde gehören
die untersuchten ABAP-Experten zu den Besserverdienern unter den
Entwicklern und Programmierern. Über ein Drittel (37,3 %),
und damit das Gros von ihnen, fordert zwischen 66 bis 75 Euro, immerhin
noch über ein Viertel (27,1 %) verlangt zwischen 76 bis 90
Euro. Allerdings auch hier nicht ungewöhnlich, fängt doch
bei SAP-Experten generell das Angebot bei 70 Euro erst richtig an.
Zur besseren Einschätzung folgende Werte: Der durchschnittliche
Stundensatz für die Position "Software-Entwickler"
liegt aktuell bei 60 Euro.
Auch C++ und Java-Entwickler überspringen die 70-Euro-Grenze
nicht, ihre mittels Stundensatzkalkulator
errechneten Honorare bewegen sich im Schnitt bei 62 Euro bzw. 64
Euro.
Rein finanziell gesehen also gute Karten für ABAP-Spezialisten.
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| Entwicklung
der Projekte |
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| Aber nicht nur um die Finanzen der
ABAP-Fachleute steht es gut, auch bei den Projektangeboten hat sich
seit 2001 einiges getan:
Innerhalb von vier Jahren hat der Anteil der Projekte für ABAP
um 67,7 % zugenommen: Lag er im Jahr 2001 im Zeitraum Januar bis
Juli durchschnittlich bei 3,1 %, so beträgt er im gleichen
Zeitraum 2005 5,2 %. Und auf diesem hohen Niveau bewegt sich der
Anteil auch weiterhin, wie die nachfolgende Auswertung verdeutlicht:
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Nachdem SAP
im Mai und Juni generell etwas schwächelte, gab es auch bei
ABAP eine kleine Auftragsflaute in diesen Monaten. Seitdem geht
es aber wieder stetig bergauf. Das bislang beste Ergebnis in 2005
wurde im Vormonat mit einem Anteil von 6,9 % an allen angebotenen
Projekten erzielt.
Es bleibt abzuwarten, ob sich die Projektangebote für ABAP
auch im Oktober auf diesem Niveau halten werden. Ein Blick auf das
vergangene Jahr stimmt zumindest optimistisch. Ebenso wie die Tatsache,
dass in diesem Jahr die absolute Anzahl der über GULP angebotenen
Projekte gestiegen ist: So lag die Zahl der bis Ende September 2005
abgewickelten Projektanfragen mit 51.813 nur noch knapp unterhalb
des Gesamtvorjahreswertes 2004 mit 53.784 Anfragen.
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| Regionale
Verteilung der Projekte |
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| Es ist keine Neuigkeit im IT-Projektmarkt
mehr, dass der Großteil der Projekte in den Regionen D6 (Frankfurt/Main)
und D8 (München) angeboten wird. Es verwundert also nicht,
dass dies auch für Projekte in Sachen ABAP gilt: |
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Die Region um Frankfurt/Main (D6) hat bei den Angeboten
die Nase knapp vorn. Das war nicht immer so, denn im Jahr 2001
gab es die meisten Angebote für ABAP-Entwickler im bayerischen
Raum (D8). Auf Rang drei der Regionen mit den meisten Projektangeboten
für ABAP ist die Hanseregion D2, die ihren prozentualen Anteil
an Projekten mit 11,2 % auf einem ähnlichem Niveau wie 2001 (11,4
%) halten konnte. In den Regionen D5 (Köln-Bonn-Trier) und D7
(Freiburg-Stuttgart-Heilbronn) sind die Projekte mit einem Anteil
von etwas über 10 % annähernd gleich verteilt. Enorm aufgeholt
hat das Gebiet D4 (Düsseldorf-Dortmund), in dem die Angebote
für ABAP seit dem Jahr 2001 um über 50 % zugenommen haben:
2001 lag ihr Anteil noch bei 6,0 %, in diesem Jahr sind es 9,5 %.
Und auch ein Blick auf die Schweiz lohnt: Hier stieg der Anteil angebotener
Projekte von 0,8 % (2001) auf aktuell 2,3 %. Somit bieten sich ABAP-Entwicklern
neben den Ballungsgebieten D6 und D8 einige zusätzliche Alternativen.
Insgesamt betrachtet, haben ABAP-Entwickler sowohl finanziell als
auch auftragsmäßig gute Aussichten im IT-Projektmarkt
und profitieren von einem stabilen Aufwärtstrend. |
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