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Begehrte Skills 2007

SAP, Java, SQL und Oracle im Fokus

(August 2007)
Inhalt dieses Artikels:
Unschlagbarer SAP-Projektanteil | Oracle-Hochburg D6 | SQL finanzielles Schlusslicht
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Anfang dieses Jahres waren sich IT-Freiberufler und Projektanbieter weitgehend einig, dass Java, Oracle und SQL die Aufsteigerskills 2007 sein würden. Ein Blick in den IT-Projektmarktindex gibt ihnen Recht: Im ersten Halbjahr wurden diese drei Qualifikationen - neben SAP - besonders oft von Unternehmen nachgefragt.

 

Unschlagbarer SAP-Projektanteil nach oben
   

Bis Mitte diese Jahres stellte GULP über ein Drittel (36 %) mehr Projektanfragen als noch im Vorjahr an externe IT-Spezialisten zu. Am häufigsten nachgefragt wurden freiberufliche SAP-Berater, an die sich im Schnitt ein Viertel (24 %) aller Projektangebote richteten. Zwar kamen die Programmiersprache Java sowie die Datenbank-Skills SQL und Oracle an diesen Wert nicht ganz heran, erzielten aber ebenfalls beachtliche Projektanteile:

 
   
1. Halbjahr 2007: Angebotene Projekte je Skill in %  
   
Über alle sechs Monate hinweg entwickelten sich die Projektangebote für Java- und SQL-Spezialisten mit einem Anteil von durchschnittlich rund 16 % auf etwa gleichem Niveau. Oracle-Experten waren noch in rund 15 % aller über GULP angebotener IT-Projekte gesucht. Während die drei vorgenannten Skills im Ostermonat April von der feiertagsbedingten "Projektflaute" betroffen waren, nahm der SAP-Projektanteil davon völlig unbeeindruckt weiter zu.

Nach diesen Zahlen haben SAP-Selbstständige auftragsmäßig klar die Nase vorn. Dies bestätigt auch folgende Betrachtung: Während über ein Drittel (36 %) der bei GULP registrierten IT-Freiberufler (61.754, Stand Juli 2007) in Java und SQL versiert sind und sich noch etwas mehr als ein Viertel (28 %) mit Oracle auskennen, ist der Anteil von freiberuflichen SAP-Beratern mit 15 % deutlich geringer. D.h. die Konkurrenz ist hier weitaus überschaubarer.

Eine detaillierte Analyse von 100 solcher Expertenprofile je Skill ergab, dass die Oracle- und SQL- Spezialisten dieses Jahr im Schnitt zehnmal für IT-Projekte kontaktiert wurden. Java-Fachleute kamen bis dato auf einen Mittelwert von elf Anfragen. Spitzenreiter sind – wenig überraschend – die SAP-Selbstständigen, die durchschnittlich 13 Mal von Anbietern angefragt wurden. D.h. diese erhielten mindestens zwei Anfragen pro Monat.

 

 

Oracle-Hochburg D6 nach oben
   

Bei allen vier Skills war die Nachfrage in den Regionen um München (D8) und Frankfurt am Main (D6) am höchsten. Dennoch sind bestimmte regionale Präferenzen erkennbar:

 
   
Projektanfragen nach Region, Anteil in %  
   
So werden im bayerischen Raum (D8) Java- und SQL-Experten sichtbar stärker gesucht: Jedes fünfte Projektgesuch in dieser Region betraf eine der beiden Qualifikationen. Oracle-Know-how wird dagegen häufiger in der Bankenmetropole D6 (Frankfurt am Main) benötigt. Die Nachfrage nach SAP konzentriert sich dagegen weniger in den beiden Ballungsgebieten des IT-Projektmarktes, sondern verlagert sich zusätzlich in den Norden Deutschlands (D2) sowie den Raum Nordrhein-Westfalen (D5 und D4) mit dem Ruhrgebiet sowie Wirtschaftsbezirken wie Aachen, Köln und Düsseldorf.  

 

SQL finanzielles Schlusslicht nach oben
   

Der durchschnittlich geforderte Stundensatz aller bei GULP eingetragener IT-Freiberufler lag Ende Juli bei 68 Euro. Trotz seit längerem steigender Honorare haben sich insbesondere SQL-Spezialisten mit 64 Euro pro Stunde noch nicht auf diesem Preisniveau eingependelt:

 
   
Geforderter Stundensatz je Skill (Durchschnittswert)  
   
Anders dagegen freiberufliche Oracle-Experten, die mit 69 Euro pro Stunde überdurchschnittliche Honorare kalkulieren. Damit sind sie jedoch noch weit entfernt von den Stundensätzen, die SAP-Selbstständige verlangen. Mit im Schnitt 82 Euro führen diese die Preisliga bei den hier untersuchten Skills an. Allerdings sind ihre Honorare im letzten halben Jahr mit einem Plus von einem Euro weniger stark gestiegen. Wenn auch auf niedrigerem Niveau erhöhten Java- und SQL-Experten dagegen im gleichen Zeitraum um zwei Euro.  

 


Kommentare zu diesem Artikel:

"Ich kann mich nur der zweiten Meinung anschliessen und auf einen interessanten Artikel in der c't 1/2009 verweisen. (Januar 2009)"

"Nur der bezahlte Stundensatz an den Freiberufler ist hier spannend - und der fehlt wieder einmal. (März 2008)"

"Hier werden Äpfel mit Birnen verglichen! SAP: fast immer ist Geschäftsprozess-Know-How nötig, Oracle: sehr oft für Geschäftskritische 7x24-Systeme bei Banken&Versicherungen, Java: häufig Enterprise-SW-Entwicklung bei großen Konzernen und SQL: kann alles sein von der 1-MB-Datenbank mit 2 Usern bis High-End-7x24, das verschlechtert den Durchschnittswert. Meine These ist: Die Preise hängen nicht von der Technologie ab, sondern von der Nähe zum Geschäftsprozess und der Abhängigkeit des Kunden von der jeweiligen Leistung. Diese zweidimensionalen Auswertungen sind nicht besonders spannend. Für die Auswertung von REGION - BRANCHE - KUNDENGRÖSSE - TECHNOLOGIELEVEL - PROZESSNÄHE in einer Studie ist aber die Datenbasis wohl nicht groß genug. (Dezember 2007)"

"Diese Informationen sind wirklich sehr aufschlussreich und helfen bei der Selbstbewertung und Kalkulation. (November 2007)"

"Hallo, um seine eigenen Std.-sätze besser einordnen zu können, wäre bzgl. SAP eine Trennung zwischen Programmierung und Beratung hilfreich, da es dort doch einige Preisunterschiede gibt. (August 2007)"

"Gute Übersicht (August 2007)"

"Als Microsoft SQL Server 2000 und 2005 Spezialist mit Desaster Recovery, Tuning, C#.NET und VLDB-Know-How muss man sich nicht mit 60 Euro begnügen. Gute BI-Leute liegen z.T. jenseits von gut&böse (>100 Euro)- allerdings sind die Projektlaufzeiten in diesem Bereich mit 2-4 Wochen nicht sonderlich hoch. (August 2007)"

"Der Artikel hat mir wichtige Informationen zur Marktsituation gegeben. (August 2007)"

"Sehr guter Überblick über die aktuelle Marktsituation! (August 2007)"


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