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Unter der Lupe: Im Reich der Datenbanken
Die Marktsituation für die am meisten
nachgefragten Datenbanksysteme
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(Juli 2001 )
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Inhalt dieses Artikels:
Der Markt | Die
Marktchancen für Freiberufler | Fazit
| Stichprobe
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GULP Information Services untersuchte im IT-Projektmarkt die
aktuelle Situation für die wichtigsten Datenbanken. Im Vordergrund
der Analyse stand die Frage nach den Marktchancen für IT-Freiberufler
mit Kenntnissen in den jeweiligen Systemen. Dazu wurde aktuelles
Zahlenmaterial ermittelt und der Untersuchung "Marktchancen
Oracle" vom Dezember 1999 gegenübergestellt. Die vorliegende
Marktanalyse fasst die wesentlichen Ergebnisse der im
GULP-o-meter, GULP Trend Analyzer
und GULP Stundensatz Kalkulator
errechneten Trends zusammen.
Wenn es im IT-Projektmarkt in letzter Zeit eine Konstante gab,
dann war es die Vormachtstellung von Oracle unter den Datenbanksystemen.
Auch in der Gunst der IT-Freiberufler rangiert Oracle ganz oben,
wie der entsprechende Chart im GULP-o-meter belegt. Wie aber sehen
derzeit Nachfragesituation und Marktchancen für Oracle und
die anderen Datenbanksystemen aus? Diese Frage nahmen wir in dieser
Marktstudie unter die Lupe.
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| Der Markt:
Die monatlichen Projektanfragen |
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| Kurz
und bündig |
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Oracle ist Klassenprimus. Trotz
leicht rückläufigem Nachfragetrend führt
Oracle souverän das Feld an. |
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DB2 der ewige Zweite. IBM's Datenbanksystem
bewegt sich auf relativ hohem Nachfrageniveau, kann
Oracle aber nicht das Wasser reichen. |
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Adabas. Der Dritte im Bunde widersetzt
sich dem rückläufigen Trend und erreicht
im Juni 2001 einen Nachfrage-Spitzenwert. |
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Wie sieht die aktuelle Situation für die drei meist nachgefragten
Datenbanksysteme auf dem IT-Projektmarkt aus? Diese Frage beantwortet
der GULP Trend Analyzer: Kurz
die interessierenden Top-Datenbanken eingeben und im Nu errechnet
das Online-Tool die monatlichen Projektanfragen - selbstverständlich
in Echtzeit. Wir haben den Klassenprimus aus Redwood den beiden
ärgsten Konkurrenten, IBM's DB2 und Adabas gegenübergestellt.
Abbildung 1 fasst das Ergebnis einer Analyse von 53.435 Projektanfragen,
die seit Juli 1999 über den GULP Server gingen, zusammen.
Oracle ist im Zeitraum von Juli 1999 bis Juni 2001 in durchschnittlich
21 Prozent der Projektanfragen gefordert. Die Nachfrage-Spitzenwerte
werden im September 1999 und September 2000 mit über 26 Prozent
erreicht. Der Tiefstwert stellt sich im Mai 2001 ein: Oracle ist
in nur noch 15,2 Prozent der monatlichen Projektanfragen gefragt.
Liegt noch im Zeitraum Januar 2000 bis Juni 2000 die Nachfrage für
das System aus Redwood mit durchschnittlich 22,3 Prozent auf überdurchschnittlichem
Niveau, so erreicht das laufende Geschäftsjahr für den
gleichen Zeitraum nicht mehr die Vorgabe aus dem Vorjahr: Die mittlere
Nachfrage in 2001 liegt nur bei 18,3 Prozent. Seit dem Spitzenwert
im September 2000 läßt sich eine leicht rückläufige
Entwicklung erkennen, begleitet von einer recht sprunghaften Nachfrage-Entwicklung.
Dennoch, Oracle führt auch weiterhin souverän das Feld
der Datenbanksysteme an.
IBM's DB2 durchbricht im November 2000 erstmals die zehn Prozent-Marke
und steigt im Dezember 2000 auf einen Spitzenwert von 14,9 Prozent.
Seitdem setzt aber auch bei DB2 ein Nachfragerückgang ein.
Aktuell entfallen 11,5 Prozent der Projektanfragen auf IBM's Datenbanksystem,
ein immer noch hoher Wert für diese Datenbank.
Der Klassiker Adabas bricht aus dem für Oracle und DB2 skizzierten
Trend aus: Noch bis zum Januar 2001 pendelte die Nachfrage zwischen
0,8 Prozent und 2,3 Prozent. Seit Februar aber nehmen die Projektangebote
für Adabas kontinuierlich zu. Aktuell erreicht der Oldie einen
Spitzenwert von 6,3 Prozent, das ist ungefähr ein Drittel der
augenblicklichen Nachfrage für Oracle-Skills und halb soviel
wie die aktuelle DB2-Nachfrage.
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Oracle
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Adabas
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DB2
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Abbildung 1: Die monatliche
Entwicklung der Projektanfragen in Prozent für Oracle,
Adabas und DB2.
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| Die
Marktchancen für Freiberufler: Datenbanken im Vergleich |
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| Kurz
und bündig |
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Nur wenig Projekte für MS
Access, xBase und MS SQL-Server. |
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Die Marktchancen für Informix
und Sybase haben sich im Vergleich zu Dezember 1999
nicht geändert. |
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Derzeit gute Chancen für Adabas,
DB2 und IMS: Hier finden sich im Verhältnis
mehr Projektangebote als IT-Experten. |
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Oracle ist trotz zurückhaltender
Nachfrage auch im Juni 2001 für IT-Freiberufler
attraktiv. |
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Wie sehen die Marktchancen für IT-Freiberufler in den gängigsten
Datenbanksystemen aus? Tabelle 1 stellt die Anzahl der IT-Freiberufler,
die über Kenntnisse in den einzelnen Datenbanksystemen verfügen,
der Zahl an monatlichen Projektanfragen gegenüber. Aus dem
Verhältnis der beiden Werte haben wir einen Index errechnet,
der die Einschätzung der aktuellen Marktchancen zuläßt.
Der marktübliche Stundensatz und eine Suchmöglichkeit
nach aktuellen Projektangeboten im GULP Roboter vervollständigen
das Datenmaterial. Darüber hinaus vergleichen wir die aktuellen
Statistiken mit der Studie "Marktchancen
Oracle". Die Gegenüberstellung zeigt Veränderungen
während eines Zeitraums von 18 Monaten.
Access, dBase und Klone (Foxpro Clipper usw.) sind, wie
bereits im Dezember 1999, auch im Juni 2001 für IT-Freiberufler
unattraktiv. 43 Prozent der IT-Freiberufler haben Kenntnisse in
der MS Office-Datenbank, jedoch nur zwei Prozent der Projektanfragen
verlangen MS Access. Gleiches gilt für xBase: Die zwölf
Prozent Freiberufler, die Kenntnisse in dBase & Co. vorweisen
können, streiten sich um nur wenige Projektanfragen. Im Vergleich
zum Dezember 1999 hat sich also nicht viel getan. Beide Datenbanksysteme
sind im IT-Projektmarkt nur noch von geringer Bedeutung. Das spiegelt
sich auch in den unterdurchschnittlichen Stundensätzen wieder.
Jeder fünfte IT-Freiberufler verfügt über Kenntnisse
in Microsoft's SQL-Server. Damit ist die Zahl gegenüber
Dezember 1999 konstant geblieben. Gleiches trifft übrigens
auf die Projektangebote zu: Der Armada von SQL-Server-Experten stehen
nach wie vor nur wenige Projektanfragen gegenüber. Das gleiche
Bild also wie bereits vor 18 Monaten. Einzig der Stundensatz ist
gestiegen, von DM 120 auf derzeit DM 139.
Das Mittelfeld bilden Informix und Sybase. Bei beiden
Systemen haben sowohl die Zahl der Projektanfragen als auch die
Zahl der Datenbankexperten abgenommen. Zusammen mit IMS nimmt Sybase
aber immer noch die Spitzenposition bei den Stundensätzen der
Datenbank-Experten ein: IT-Freiberufler mit dem fachlichen Schwerpunkt
auf Sybase erzielen im Mittel einen Stundensatz von DM 153.
Mehr Projektangebote als IT-Freiberufler - das trifft im Juni 2001
auf Adabas, DB2 und IMS zu. Noch im Dezember 1999 stritten
sich die Adabas-Experten um ein Prozent der monatlichen Projektanfragen.
Wie auch bei DB2 hat sich das durch ein Nachfragewachstum von jeweils
fünf Prozent geändert. IMS, 1999 noch nicht im Boot der
Top-Datenbanken, kann da auch gut mithalten. Wer also über
Kenntnisse in einem dieser Datenbanksysteme verfügt, der hat
derzeit gute Karten an der Hand, denn nicht nur die Marktchancen
sind gut, auch die Stundensätze sind für diese Datenbanken
mit die höchsten.
Und dann war da noch der "König" der Datenbanksysteme:
Im Vergleich zu Dezember 1999 stieg der Anteil von Freiberuflern,
die über Kenntnisse in Oracle verfügen,
um ein Prozent. Trotz der augenblicklich zögerlichen Nachfragesituation
sind in etwa jeder fünften Projektanfrage, die über den
GULP Server geht, Oracle-Skills gefordert. Zieht man noch den hohen
Stundensatz von DM 151 in Betracht, so steht wie bereits 1999 fest:
Qualifikationen in Oracle lohnen sich für IT-Freiberufler,
auch wenn die Marktchancen aktuell etwas schlechter sind als noch
im Vergleichsmonat Dezember 1999.
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Datenbank
|
Anzahl
Freiberufler
|
Anzahl
Projektanfragen
|
Marktchancen
|
Stundensatz
in DM
|
Aktuelle
Projekte
|
|
06/01
|
12/99
|
06/01
|
12/99
|
06/01
|
12/99
|
06/01
|
12/99
|
| MS Access |
43 %
|
46 %
|
2 %
|
4 %
|
0,05
|
0,08
|
127
|
102
|
|
| Adabas |
5 %
|
6 %
|
6 %
|
1 %
|
1,20
|
0,16
|
148
|
127
|
|
| DB2 |
11 %
|
12 %
|
12 %
|
7 %
|
1,09
|
0,58
|
148
|
143
|
|
| IMS |
3 %
|
-
|
4 %
|
3 %
|
1,33
|
-
|
153
|
-
|
|
| Informix |
9 %
|
11 %
|
2 %
|
4 %
|
0,22
|
0,36
|
141
|
138
|
|
| SQL-Server |
20 %
|
20 %
|
2 %
|
2 %
|
0,1
|
0,1
|
139
|
120
|
|
| Oracle |
25 %
|
24 %
|
19 %
|
22 %
|
0,76
|
0,92
|
151
|
139
|
|
| Sybase |
7 %
|
8 %
|
4 %
|
5 %
|
0,57
|
0,63
|
153
|
152
|
|
| xBase |
12 %
|
17 %
|
1 %
|
1 %
|
0,08
|
0,06
|
134
|
109
|
|
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Tabelle 1: Vergleich der Marktchancen
für die gängigsten Datenbanksysteme im IT-Projektmarkt
|
Erklärungen zu Tabelle 1:
| Datenbank |
Die am häufigsten nachgefragten
Datenbanksysteme im IT-Projektmarkt. |
| Anzahl Freiberufler |
Anteil der IT-Freiberufler,
die Kenntnisse im jeweiligen Datenbanksystem haben. |
| Anzahl Projektanfragen |
Anteil der monatlichen Projektanfragen,
in der die jeweilige Datenbank gefragt war. |
| Marktchancen |
Anzahl der Projektanfragen
im Verhältnis zur Anzahl der IT-Freiberufler.
Je größer dieser Wert ist, desto besser sind
die Marktchancen.
| |
Gute Marktchancen |
| |
Schlechte Marktchancen |
|
| Stundensatz |
Der marktübliche Stundensatz
eines IT-Freiberuflers mit der jeweiligen Datenbank als
fachlichem Schwerpunkt. |
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| Fazit |
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Kenntnisse in den Datenbanken gehören zu den Top-Qualifikationen
im IT-Projektmarkt. Darauf läßt auch das Nachfrageverhalten
der IT-Anwenderfirmen schliessen. Im GULP-o-meter Chart der am häufigsten
gesuchten IT-Dienstleistungen im Projektmarkt steht die Kategorie
"Datenbanken" an der Spitze: IT-Anwender suchen im GULP
Dienstleister Guide vor allem nach Partnerunternehmen für Projekte
im Datenbankbereich.
Die Entwicklung der Projektanfragen an IT-Freiberufler spiegelt
zwar bei den Top-Systemen Oracle und DB2 die allgemein zurückhaltende
Haltung am Markt wieder, die Nachfrage bewegt sich jedoch nach wie
vor auf hohem Niveau. Anders bei MS Access, dBase und MS SQL-Server:
Hier gibt es verhältnismäßig viele IT-Fachleute
und nur wenige Projekte: Daher ist es für IT-Freiberufler wohl
wenig ratsam allein auf eines dieser Datenbanksysteme zu setzen.
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Abbildung
2: Verteilung der Projektnachfragen für Adabas
nach Ländern und Postleitzahlgebieten.
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Die Überraschung in unserem Vergleich war Adabas. Der Saurier
unter den Datenbank-Management-Systemen ist derzeit hoch im Kurs
bei den Projektanbietern. Eine Analyse der Projektangebote zeigt,
dass gerade die Frankfurter Bankenmeile den Großteil der Adabas-Projekte
auf sich zieht: Abbildung 2 zeigt, mehr als ein Viertel der Projektanfragen
konzentriert sich auf das Postleitzahlengebiet D6.
Dazu passt auch, dass zwei Drittel der Projektanfragen für
Adabas auf die Qualifikations-Kombination Adabas mit Cobol und MVS
entfallen. Gerade diese Korrelation wirft jedoch die Frage auf,
ob jetzt tatsächlich neue Adabas-Projekte begonnen werden,
oder aber Adabas nach letzten Umstellungsarbeiten zusammen mit MVS
in den verdienten Ruhestand geschickt wird. Näheres wird die
Zukunft und eine weitere GULP Marktstudie zeigen. Bis dahin bleibt
es spannend im "Reich der Datenbanken".
Weitere Artikel zum Thema Datenbanken:
Alt
gegen Jung: DB2 im Vergleich zu Oracle im Aufwärtstrend
Marktchancen Oracle
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| Die
Stichprobe |
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Die vorliegende Marktanalyse der monatlichen Entwicklung der Projektanfragen
beruht auf der statistischen Auswertung von 53.435 Projektangeboten,
die IT-Freiberuflern seit Juli 1999 über den GULP-Server zugestellt
wurden. Die durchschnittlichen Stundensätze errechneten sich
aus den Stundensatzforderungen der insgesammt 35.540 Profile, die
seit Dezember 1998 über Projektanfragen zum jeweiligen fachlichen
Schwerpunkt angefordert wurden. Das Datenmaterial wird durch Informationen
aus den Profilen der über 24.000 bei GULP eingetragenen IT-Freiberufler
und Angaben zum Nachfrageverhalten großer IT-Anwenderfirmen vervollständigt.
Letztere basieren auf den Log-Dateien des GULP
Dienstleister Guides. Dieses spezialisierte Online-Verzeichnis
der IT-Dienstleister ist Anlaufstelle für alle Unternehmen, die
einen geeigneten Partner und Dienstleister für ihre anstehenden
IT-Projekte suchen. Die Informationen aus dem GULP Dienstleister
Guide geben zuverlässig darüber Aufschluss, welche Subunternehmer
aktuell gesucht werden. Insgesamt repräsentiert die Datenbasis vorliegender
Marktanalyse mehr als 80 Prozent des deutschen IT-Projektmarktes.
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