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| Marktstudie:
Die Regionen D2 und D8 im Vergleich |
| (Oktober
2004) |
| Inhalt
dieses Artikels:
Gemeinsam mehr als ein Viertel
| Im Norden einen Tick älter
| Einmal mehr, einmal weniger
Erfahrung | Projektleiter,
Trainer oder Administrator | Der
Preis der Regionen | Heiter
bis wolkig: Projekt-Aussichten |
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| Im Norden oder im Süden? Lieber
Hamburg oder München? Vom IT-Projektmarkt in Deutschland nur als
Ganzes zu sprechen, ist angesichts der regionalen Unterschiede eine
beinahe schon unzulässige Verallgemeinerung. Den Beginn einer Serie
von Marktstudien mit regionalem Fokus markiert der Vergleich des
IT-Projektmarktes in den Postleitzahlengebieten D2 und D8. |
| Reeperbahn oder Leopoldstraße, HSV oder Bayern
München, Pferdemarkt oder Maximilianstraße, Hans Albers
oder Karl Valentin, das Alte Land oder das Voralpengebiet –
nirgendwo sonst wird so auf die regionale Unterscheidung gepocht,
wenn die Städte Hamburg und München samt erweitertes Umland
aufeinander treffen.
Natürlich betrifft der Wettstreit auch die Bedeutung als jeweiliger
Wirtschaftsstandort – während die einen die weltoffene
Hanse-Tradition hervorheben, verweisen die anderen auf die Innovationsfähigkeit
konservativen Lebensgefühls. Die besseren Plätze in den
diversen Untersuchungen zum Thema jedenfalls belegt der Süden,
so auch im Prognos
Zukunftsatlas 2004, der in Zusammenarbeit mit dem Handelsblatt
erstellt worden ist.
Das eindeutige Ergebnis: Der Landkreis München belegt den
ersten Rang, gefolgt von der Stadt München. Erst auf Platz
20 erscheint die Hansestadt Hamburg, die vom Konkurrent mit der
Frauenkirche in den Disziplinen Dynamik, Arbeitsmarkt und Innovation
abgehängt worden ist. |
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| Die Frage nun: Gelten die Erkenntnisse
für den gesamten Wirtschaftsstandort auch für den IT-Projektmarkt? |
| Gemeinsam
mehr als ein Viertel |
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| Die Zentren des IT-Projektmarktes liegen
in den Postleitzahlengebieten D6 (Frankfurter Raum mit den Großbanken)
und D8. Diese Beobachtungen der regionalen
Auswertung treffen in der Konsequenz natürlich auch auf den
Vergleich D2 und D8 zu und definieren die Rahmenbedingungen: |
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absolut |
anteilig |
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D2 |
D8 |
D2 |
D8 |
| Anzahl Freiberufler im PLZ-Gebiet |
5.195 |
9.235 |
10,0% |
17,8% |
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Hamburg |
München |
Hamburg |
München |
| Anzahl Freiberufler in den Metropolen |
2.413 |
4.270 |
4,6% |
8,2% |
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| Einen Vorsprung von 7,8 Prozentpunkten
verzeichnet D8 gegenüber D2 hinsichtlich der Anzahl der ansässigen
IT-Freiberufler. Die Konsequenz: Egal, nach welchem Kriterium im weiteren
Verlauf der Studie analysiert wird, in absoluten Zahlen hat D8 gegenüber
D2 immer die Nase vorne. Darauf allein kommt es aber nicht immer an
– von großem Interesse sind auch die Unterschiede bei
den prozentualen Verteilungen.
Den Wettstreit einmal bei Seite lassend ist ferner festzustellen
dass die beiden Regionen zusammen über ein Viertel der bundesdeutschen
freiberuflichen IT-Kompetenz auf ihrem Gebiet vereinen.
Dabei sind die Metropolen Hamburg und München für jeweils
fast die Hälfte der in der jeweiligen Regionen lebenden IT-Freiberufler
der Wohnort. Ist dies ein |
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erwartungsgemäß hoher Anteil,
der die Dominanz von Großstädten als bevorzugte Niederlassung
von Projektgebern bestätigt? |
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ein überraschend geringer Anteil, der für
eine zunehmende Verlagerung der Unternehmen in die "Provinz"
spricht? |
| - |
Anzeichen dafür, dass der IT-Projektmarkt zumindest
in D2 und D8 regional auf vielen und damit festeren Füßen
steht? |
| Die Antwort ist sicher immer auch eine
subjektive Entscheidung – allein die ausgewogene 50:50-Verteilung
mag jedoch für Antwortoption 3 sprechen. |
Masse
punktet: 1:0 für D8! |
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| Im
Norden einen Tick älter |
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| Der IT-Projektmarkt
altert. Wo aber liegen die regionalen Unterschiede? |
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| Wer drastische Abweichungen bei der Betrachtung von
D2 und D8 sucht, investiert vergebliche Müh`. Weil: Die Unterschiede
bewegen sich in den Bereichen hinter den jeweiligen Kommata. |
Alter
vor, noch ein Tor: 1:1 |
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| Allerdings sind diese Nuancen so uninteressant nicht,
denn sie besagen: In Hamburg und drum herum sind die IT-Freiberufler
im Durchschnitt einen Tick älter – der prozentuale Anteil
jenseits der 34jährigen ist in allen folgenden Altersgruppen
etwas höher als im Vergleich zur D8-Verteilung.
Ob freilich diese Feststellung gleich einen Trend beinhaltet, mag
die Analyse der Neueintragungen beantworten: |
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| Das Bild bei den IT-Freiberuflern, die erst 2004 zu
GULP in die Profiledatenbank gestoßen sind, ist keineswegs so
eindeutig wie bei der Auswertung zuvor: Hinsichtlich Umfang der Anteile
liegt nämlich bei den IT-Spezialisten älter als 45 Jahren
plötzlich D8 vorne – allerdings auch in den Altersregionen
von 25 bis 34 Jahre. Währenddessen zeigt sich D2 bei den Neueintragern
besonders stark in der Region der 35- bis 44jährigen IT-Freiberufler. |
| Einmal
mehr, einmal weniger Erfahrung |
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Es ist zuvorderst die Berufserfahrung in unterschiedlichen
Projekten, mit der IT-Freiberufler auch in reiferen Jahren punkten
können. |
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| Größer, kleiner, größer, kleiner,
größer, kleiner – setzen Sie bitte die Reihe fort!
Der Vergleich von D2 und D8 in der Disziplin "Berufserfahrung"
erinnert an Aufgaben aus der Schulzeit, nur dass es hier um die Gegenüberstellung
der prozentualen Anteilen bei der jeweiligen Berufserfahrung geht.
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Remis
bei der Erfahrung: 2:2 |
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| Die Folge der regelmäßigen Reihe: Keines
der beiden Postleitzahlengebiete kann einen endgültigen "Erfahrungsvorsprung"
erzielen. Dieses Ergebnis muss allerdings nicht für die Ewigkeit
sein, wie der Blick auf die "Neuen" zeigt: |
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| Auffällig ist, dass die einzelnen Bereichen in
der Gegenüberstellung der Postleitzahlengebiete durchaus signifikante
Unterschiede aufweisen. Die Folge davon: Während der Anteil der
IT-Freiberufler mit 15 und mehr Berufserfahrung in D2 nur 34,3 Prozent
beträgt, hat dieser in D8 beachtliche 39,7 Prozent. |
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| Projektleiter,
Trainer oder Administrator |
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| Ob der deutsche IT-Projektmarkt in der Gesamtbetrachtung
oder der regional fokussierte Blick: Im Ranking der bevorzugten Positionen
der IT-Freiberufler folgen D2 und D8 der generellen
Verteilung, die eine starke Dominanz der Softwareentwickler und
Berater sieht. |
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| Unterschiede: Im Norden gibt es anteilig mehr Softwareentwickler
als im Süden, wo im Gegenzug mehr Projektleiter zu finden sind.
Dies lässt sich unter anderem erklären mit dem Umstand,
dass sich in D8 der Mittelstand
verstärkt als Projektgeber positioniert und im Vergleich hier
zunehmend auch Projektleiter gesucht werden. |
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| Der
Preis der Regionen |
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| Nur einen Euro unterscheidet sich die
durchschnittliche Stundensatzforderung der IT-Freiberufler in D8
und D2, wobei der Norden mit 67 Euro gegenüber 66 Euro im Süden
knapp vorne liegt (Gesamtdurchschnitt aller Regionen 64 Euro). Die
Verteilung der Stundensatzgruppen im Detail ergibt folgende Grafik:
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| Zwei auffällige Beobachtungen: |
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| 1) |
Die Verteilung in D2 folgt im Großen
und Ganzen der bekannten Gauß-Kurve der Statistik und entspricht
damit dem allgemeinen Ergebnis. |
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| 2) |
In D8 klaffen unverkennbar die Honorare auseinander:
Sowohl im Niederpreissegment (u. a. 36 bis 40 Euro) als auch bei den
überdurchschnittlich hohen Stundensatzgruppen (u. a. 91 bis 95
Euro). Hier gilt die Praxis, dass bei gängigen Skills der Preis
ein entscheidendes Kriterium für die Projektbesetzung darstellt,
bei Spezialqualifikationen die Kosten jedoch nach wie vor zweitrangig
sind. |
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| Die Höhe des Stundensatzes ist das
eine, das andere sind die Kosten, die IT-Freiberufler zu bewältigen
hat. Und die unterscheiden sich deutlich, ob man in der Großstadt
oder auf dem Land wohnt bzw. in Hamburg oder München sein Domizil
eingerichtet hat. |
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| Und hier steht fest: Wer in München
lebt und nicht bereits über ein Eigenheim verfügt, hat hinsichtlich
seines Stundensatzes in der Regel weniger Spielraum, denn die bayerische
Hauptstadt hat das teuerste Mietpreisniveau Deutschlands – und
liegt dabei durchschnittlich 26 Prozent über Hamburg. |
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| Heiter
bis wolkig: Projekt-Aussichten |
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| In den ersten neun Monaten des Jahres 2004 verbuchte
GULP das Rekordergebnis von sage und schreibe 39.579 Projektanfragen.
Davon gingen
8,2 Prozent (3.246) an IT-Freiberufler in D2 und
19,7 Prozent (7.797) an IT-Freiberufler in D8.
Zieht man zur Einordnung dieser Zahlen als Vergleichswerte heran,
dass
10,0 Prozent (5.195) aller IT-Freiberufler in D2 leben und
17,8 Prozent (9.235) aller Freiberufler in D8,
dann haben in diesem Jahr rechnerisch
62,5 Prozent der IT-Freiberufler in D2 eine Projektanfrage erhalten
und
84,4 Prozent der IT-Freiberufler in D8.
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Endstand!
Tor Projektanfrage: 4:3 für D8 |
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