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| Marktstudie:
IT-Freiberufler im Gesundheitswesen
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| (Mai
2004) |
| Inhalt dieses
Artikels:
Erfahrung geboten und gesucht
| Nicht billig, aber günstig
| IT-Projekte für Meditech-Spezialisten
| Ausblick |
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| Schlagzeilen des Frühjahrs
2004: Krankenhäuser wollen mehr in die EDV investieren, die Vernetzung
im Gesundheitswesen wird immer dichter, der Dokumentenaustausch
gewinnt an Bedeutung ebenso wie medizinische Zukunftstechnologien.
Und und und. Für den IT-Projektmarkt sind Gesundheitswesen und Pharma
zwei Branchen, die gegenwärtig als Auftraggeber noch keine hervorgehobene
Stellung einnehmen - die aber reichlich Potenzial für die Zukunft
besitzen.
Die qualifizierten Daten von über 50.000 IT-Freiberuflern
zählt die GULP Profiledatenbank Mitte Mai 2004. Auf der Suche
nach Spezialisten, die sich auf die Branche Medizin im weiteren
Sinne konzentriert haben, wird man hier schnell fündig: 2.076
IT-Freiberufler bei GULP geben an, in diesem Umfeld gerade tätig
zu sein bzw. dort bereits umfassende Erfahrungen gesammelt zu haben.
Alter, Berufserfahrung, regionale Verteilung und Stundensätze
stehen im Zentrum der vorliegenden Analyse, die nicht nur die Daten
der Meditech-Spezialisten allein betrachtet. Um sie im Gesamtumfeld
des IT-Projektmarktes richtig einordnen zu können, werden zudem
die jeweiligen Daten aller Freiberuflerprofile in der GULP Profiledatenbank
zum Vergleich herangezogen.
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| Erfahrung
geboten und gesucht |
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| Im IT-Projektmarkt haben im Gegensatz zur
Situation der Festangestellten häufig die reiferen Spezialisten
die Nase vorn.
Gilt diese allgemeine Beobachtung auch für die freiberuflichen
Meditech-Spezialisten? |
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| Tatsächlich, die IT-Spezialisten mit Fokus auf
die Medizinbranche bestätigen die Dominanz der ältere Generation
– und mehr noch: Während bei allen IT-Freiberuflern die
30- bis 39jährigen den größten Anteil (41,1 Prozent)
für sich beanspruchen, sind es bei den Meditech-Experten die
40- bis 49jährigen (44,3 Prozent), die den Altersdurchschnitt
entscheidend bestimmen.
Schon ein erster „Streifzug“ durch die ausgewerteten
Profile gibt Aufschluss darüber, warum in der Medizinbranche
die IT-Freiberufler noch älter sind: Es sind ausgesprochen
viele Quereinsteiger unter ihnen, die sich erst – bevorzugt
nach einem Hochschulstudium – in einem anderen Fach berufliche
Meriten erworben haben. Vom Mediziner, Betriebswirt oder Fertigungsingenieur
zum IT-Experten, so außergewöhnlich ist dieser Weg nicht.
Wie aber wirkt sich dies auf die vorhandene Berufserfahrung in der
IT aus? |
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| Folgerichtig ist die IT-Erfahrung der Meditech-Experten
im Durchschnitt deutlich geringer als der fachspezifische Erfahrungsschatz
aller IT-Freiberufler. Man kam und kommt eben in dieser Branche oftmals
erst relativ spät zur ausschließlichen IT-Spezialisierung
– und punktet im Wettbewerb lieber mit einem Wissen, das auch
jenseits des IT-Tellerrandes geschöpft worden ist. |
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| Eine Tendenzfrage: Grundsätzlich bevorzugen
Projektanbieter zwar erfahrene IT-Freiberufler, bewegen sich auf
der Suche aber auch gerne am „jugendlicheren“ Ende der
reiferen Generationen. Das ist kaum verwunderlich, das ist regelmäßige
Beobachtung, das ist Ausdruck des Wunsches, von allem etwas haben
zu wollen. |
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| Nicht
billig, aber günstig |
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| Älter mit weniger IT-Erfahrung,
dafür aber häufig fundiertes Branchenwissen bzw. Kenntnisse
in verwandten Bereichen. Wie sich diese Konstellation auf die Stundensatzforderungen
der IT-Spezialisten im Gesundheitswesen niederschlägt, darüber
gibt folgende Aufstellung Auskunft |
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| Mit einer durchschnittlichen Honorarforderung von
62 Euro liegen die Meditech-Spezialisten deutlich unter den 66 Euro,
die alle IT-Freiberufler im Schnitt pro Stunde verlangen. Besonders
auffällig ist die Betrachtung des Bereichs bis 69 Euro: Hier
steht ein Anteil von 55,6 Prozent (alle Freiberufler) einem Anteil
von 68,1 Prozent gegenüber.
Die deutlich ausgeprägtere „Bescheidenheit“ der
IT-Freiberufler im Gesundheitswesen legt die Vermutung nahe, dass
IT-Erfahrung das Kernkriterium ist, das bezahlt wird. Je weniger
Erfahrung, desto niedriger die Stundensätze.
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| IT-Projekte
für Meditech-Spezialisten |
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Die Wirtschaftsgeographie entwickelte das Modell
der "Blauen Banane" – die nichts anderes bedeutet,
dass die auf einer Landkarte abgebildete Wirtschaftskraft (je dunkelblauer
die Farbe, desto stärker die Wirtschaftskraft) in Deutschland
das Bild einer „Blauen Banane“ darstellt.
Die "Blaue Banane" des IT-Projektmarktes zieht sich entlang
der wirtschaftlich starken Zentren durch Deutschland - von München
im Süden entlang der Rheinschiene im Westen bis zu den Hansestädten
im Norden - und teilt das vereinigte Deutschland wieder in zwei
Gebiete: Das eine mit vielen, das andere mit deutlich wenigeren
IT-Projekten.
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| Mit leichten Verschiebungen folgt die Verteilung der
IT-Projekte im Gesundheitswesen den allgemeinen Entwicklungen des
IT-Projektmarktes. Es gibt aber eine große Ausnahme: Das Postleitzahlengebiet
9, Nordbayern und Thüringen, ist im Verhältnis für
Meditech-Experten eine fruchtbare Region – während sie
für IT-Projekte allgemein weniger Bedeutung besitzt. |
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| Ausblick |
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| Wer in den Branchen Gesundheitswesen,
Medizintechnik und Pharma für ein IT-Projekt die Unterstützung
von freiberuflichen Experten sucht, findet ein beachtliches Reservoir
von Wissen vor, das neben IT-Qualifikationen oftmals auch tieferen
Einblick in die branchenspezifische Materie bietet. Sollte letzteres
nebensächlich für das Projekt sein, dann stellt sich die
Situation des Projektanbieters noch besser dar – denn schnell
kommen als mögliche Kandidaten noch viele weitere der 50.000
IT-Freiberufler hinzu.
Krankenhäuser wollen mehr in die EDV investieren, die Vernetzung
im Gesundheitswesen wird immer dichter, der Dokumentenaustausch
gewinnt an Bedeutung ebenso wie medizinische Zukunftstechnologien.
Der IT-Projektmarkt jedenfalls ist gerüstet. |
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