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und bündig |
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Parallelen zu Y2k erscheinen plausibel. |
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Das Abebben der Auftragsflut aus
dem Banken- und Versicherungsbereich wirkt sich
negativ auf die MVS-Nachfrage aus. |
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Konkret bieten sich die Umstrukturierungen
und Kosteneinsparungen im Bankenumfeld als Erklärung
an. |
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Läutet dieser unverhältnismäßig starke Rückgang
der Nachfrage den Anfang vom MVS-Ende ein? Wir wagen eine Ursachenforschung
für den dramatischen Absturz von MVS im Oktober 2001. Ruft
man sich die Situation im Großrechnerbereich zur Jahrtausendwende
in Erinnerung, dann findet man zu diesem Zeitpunkt eine ähnliche
Marktlage vor: Kurz vor und nach dem Jahreswechsel 1999/2000 sinken
die Projektanfragen für MVS (siehe Abbildung
2). Nicht aber, weil es am Bedarf an Mainframe-Experten mangelt,
sondern vielmehr weil auch dringende Projekte zurückgestellt
und neue Projekte nicht gestartet werden. Ähnliches könnte
man derzeit in Zusammenhang mit der anstehenden Euro-Umstellung
vermuten. Die Abschlußarbeiten für den Währungswechsel
sind am Laufen oder bereits abgeschlossen. Doch schieben MVS-Nutzer
neue Projekte erst mal auf die lange Bank, bis Gewissheit darüber
herrscht, dass die Währungsumstellung auch problemlos über
die Bühne gegangen ist.
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MVS
bzw. OS/390
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Abbildung 2: Entwicklung
der monatlichen Projektanfragen für MVS bzw. OS/390
im Zeitraum November 1999 bis Oktober 2001.
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Doch kann die Euro-Einführung keinesfalls zur Erklärung
des dramatischen Einbruchs der Projektanfragen für Mainframe
im Oktober 2001 herhalten. An dieser Stelle lohnt ein Blick auf
die Marktentwicklung im IT-Projektmarkt: Im Oktober 2001 bricht
der Markt erneut dramatisch ein und durchläuft in den Kalenderwochen
40 und 44 die schwächsten Phasen seit Juni 2001 (siehe: "Aktuelle
Marktlage" im GULP-o-meter). Die schwache Marktlage trifft
MVS diesmal besonders heftig. Warum ist das so? Führt man sich
die regionale Verteilung der MVS-Projekte vor Augen, dann findet
sich eine mögliche Erklärung für den erdrutschartigen
Nachfrage-Einbruch:
Abbildung 3 zeigt, dass freiberufliche
MVS/Mainframe-Experten insbesondere im Postleitzahlengebiet D6 zur
Projektrealisierung gesucht werden. 23,3 Prozent der MVS-Projekte
sind hier - wohl zumeist in der Frankfurter Bankenmeile - angesiedelt.
Genau das ist nun der springende Punkt.
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Abbildung 3:
Regionale Verteilung der Projektanfragen für MVS
bzw. OS/390 im Zeitraum Oktober 2000 bis Oktober 2001.
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Die Situation für MVS lässt durch die tiefgreifenden
Veränderungen, die derzeit im deutschen Bankwesen ablaufen
erklären. Die in Angriff genommenen Umstrukturierungen sind
mit weitreichenden Einsparungen verbunden: Über 20.000 Arbeitsplätze
haben die Großbanken bereits gestrichen. So berichtet beispielsweise
das ARD
Magazin "Monitor" :
Deutsche Bank 7.100 Arbeitsplätze gestrichen, Hypovereinsbank
2.200, Commerzbank 3.400 und die Dresdner Bank baut sogar 7.800
Arbeitsplätze ab". "Deutsche Banken auf der Kostenbremse"
stellt die Financial
Times Deutschland
fest. Auch das Manager
Magazin nimmt die angespannte Lage im Bankenbereich genau unter
die Lupe - spricht von der "Krise
der Großbanken"
und prophezeit weltweit ein bitteres Jahr 2001. Glaubt man dem Deutsche-Bank-Volkswirt
Norbert Walter, so ist letztlich jeder dritte Arbeitsplatz im Bankensektor
gefährdet. Diesen massiven Kosteneinsparungen werden sich auch
die IT-Abteilungen nicht entziehen können. So baut man wohl
Kapazitäten ab und spart an Investitionen. Ganz klar, dass
unter diesen Vorzeichen anstehende MVS-Projekte drastisch zurückgefahren
werden müssen und zunächst nur das dringend Notwendige
in Angriff genommen wird. Auch die geplante Großfusion des
Transaktionsgeschäfts von Dresdner Bank, Commerzbank und Deutscher
Bank stockt und das spricht dafür, dass vorerst keine neuen
IT-Projekte gestartet werden. Man wartet ab bis die Fusion tatsächlich
über die Bühne gegangen ist und die Konzeption der IT-Infrastruktur
Gestalt annimmt.
Ob anstehende MVS-Projekte vorerst nur auf "Eis gelegt"
wurden (was zumindest die Parallelen aus der Vergangenheit vermuten
lassen), ob sie gar dem Rotstift zum Opfer gefallen sind oder MVS
tatsächlich vor dem Ende steht - das wird die Zukunft zeigen
müssen. Weitere Hinweise, diese Fragen zu beantworten werden
die nächsten Monate geben. Alle Interessierten sind eingeladen,
die weitere Marktentwicklung für MVS/Mainframe im GULP
Trend Analyzer und dem GULP-o-meter
mitzuverfogen. Es verspricht auf alle Fälle spannend zu werden.
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