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| Marktstudie: .NET und
J2EE - Welche Plattform macht das Rennen?
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(September 2007)
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| Inhalt dieses
Artikels:
.NET und J2EE in Kürze
| Anteil der J2EE-Projekte höher
| .NET häufiger im Süden
gesucht | .NET-Entwickler
verlangen weniger Geld | Nur
noch eine Frage der Zeit?
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| Mit der Software-Plattform .NET macht Microsoft
nun schon seit einigen Jahren der Java Platform Enterprise Edition
(J2EE bzw. Java EE) Konkurrenz. Beide Technologien verfolgen das
Ziel, den zukünftigen Standard für die Entwicklung web-basierter
Anwendungen zu stellen. Die Wahl der passenden Projekt-Plattform
ist somit häufig eine Entscheidung zwischen .NET und J2EE.
Welcher der beiden Ansätze im IT-Projektmarkt das Rennen macht,
untersucht die vorliegende Marktstudie.
Microsoft .NET und
Java J2EE sind Software-Plattformen, mit denen komplexe Unternehmensanwendungen,
so genannte Enterprise-Applikationen, realisiert werden. .NET wurde
im Jahr 2000 erstmals von Bill Gates angekündigt und erlangte
2002 Marktreife. Die Java Plattform war zu diesem Zeitpunkt schon
drei Jahre verfügbar; die Edition 1.0 kam im Dezember 1999
auf den Markt. Die aktuellste Version ist Java Platform, Enterprise
Edition 5 (Java EE 5) aus dem Jahr 2006. Das Release der neuesten
.NET Version 3.5 ist für Ende dieses Jahres angekündigt.
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| .NET
und J2EE in Kürze |
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Die Entwicklungsgrundlage für die Microsoft
.NET-Plattform bildet .NET Framework, eine Umgebung zum Erstellen,
Bereitstellen und Ausführen von XML Webdiensten und anderen
Anwendungen. .NET Framework ist das Kernstück der .NET-Entwicklerangebote
von Microsoft; Visual Studio .NET ist darauf ausgerichtet. Das Framework
besteht aus zwei Teilen: der Common Language Runtime (CLR) und den
Klassenbibliotheken, die Microsoft ASP .NET, Unternehmensdienste,
Microsoft ADO .NET und Windows Forms umfassen. Als primäre
Systemsprache für .NET fungiert das Java-ähnliche C#,
das die Vorteile von JAVA und C++ in sich vereint. Zurzeit können
.NET-Anwendungen in mehr als 20 Sprachen erstellt werden, z. B.
in C++, Microsoft Visual Basic .NET und JScript. Eine Vielzahl weiterer
Sprachen von Drittanbietern steht außerdem zum Erstellen von
.NET Framework-Anwendungen zur Verfügung, beispielsweise COBOL,
Eiffel, Perl, Python, Smalltalk und andere. Die vereinheitlichten
Klassen stellen eine konsistente Methode für den Zugriff auf
die Funktionen der Plattform zur Verfügung und machen es überflüssig,
zum Schreiben von Anwendungen verschiedene API-Architekturen zu
kennen und zu beherrschen. (Quelle: www.microsoft.com)
Die J2EE-Plattform ist der defacto Standard für die Entwicklung
mehrschichtiger, portabler, skalierbarer und stabiler Business-Anwendungen,
die mit Basiskomponenten wie z.B. Java Servlet, JavaServer Pages
(JSP) oder JavaBeans (EJB) realisiert werden. Ist eine Anwendung
J2EE-konform, kann sie auf andere J2EE-Application-Server portiert
werden. Da J2EE-Umgebungen Webservices unterstützen, bietet
sich diese Plattform für die Enterprise Application Integration
(EAI) an. Geprägt und weiterentwickelt wurde die J2EE-Technologie
von Sun Microsystems und anderen Key Playern der Softwarebranche.
Im Gegensatz zu .NET ist J2EE herstellerunabhängig und läuft
auf fast allen Betriebssystemen. Die Plattform baut auf der objektorientierten
Programmiersprache Java
auf. (Quellen: http://java.sun.com/javaee/, Wikipedia) |
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| Anteil
der J2EE-Projekte höher |
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| Im IT-Projektmarkt werden derzeit noch
häufiger IT-Selbstständige für J2EE-Projekte als
für .NET gesucht: |
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Während der Anteil der angebotenen J2EE-Projekte
in diesem Jahr bisher bei durchschnittlich 9,5 % lag, kommt .NET
nur auf einen Wert von 5,1 % . Allerdings zeigt die obige Grafik,
dass der Abstand der Projektanteile zwischen beiden Skills seit
dem Jahr 2006 langsam schrumpft. Tendenziell profitieren aber sowohl
.NET- als auch J2EE-Entwickler von der besseren wirtschaftlichen
Lage. Bei beiden Skills haben die Anteile der über GULP angebotenen
Projekte seit dem letztem Jahr zugenommen:
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| Anteil Projektangebote
(Durchschnitt) |
2005 |
2006 |
2007 |
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.NET |
3,5
% |
4,7
% |
5,1
% |
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J2EE |
8,4
% |
9,5
% |
9,5
% |
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| Offenbar hat .NET bei den Anbietern noch nicht die
gleiche "Popularität" erreicht wie J2EE. Doch Potenzial
scheint vorhanden, denn im Vergleich zu J2EE, dessen durchschnittlicher
Projektanteil bisher mit 9,5 % auf dem Vorjahreswert stagniert, nahm
der Anteil der .NET-Projekte auch in diesem Jahr weiter zu (von 4,7
% auf 5,1%). |
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| .NET
häufiger im Süden gesucht |
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| IT-Freiberufler mit Qualifikationen
in .NET oder J2EE werden bundesweit von Unternehmen gesucht. Tendenziell
wird externes .NET Know-how im Süden der Republik (D7, D8,
D9) aber etwas stärker nachgefragt, wie der Blick auf die regionale
Verteilung der Projektanfragen zeigt: |
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| In der Bankenregion Frankfurt am Main (D6) ist die
Nachfrage nach .NET dagegen eher verhalten; hier ist der Bedarf an
J2EE-Experten höher. Auch im Norden Deutschlands (D2) werden
J2EE-Spezialisten häufiger gesucht. Branchen,
die sich bevorzugt in den Einzugsgebieten mit erhöhtem Bedarf
an .NET und J2EE-Experten befinden, sind neben Banken und Finanzdienstleistern
u.a. Automotive, Industrie, IT/EDV, Telekommunikation und Versicherungen.
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| .NET-Entwickler
verlangen weniger Geld |
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| Der durchschnittliche Stundensatz
der bei GULP registrierten IT-Freiberufler beträgt aktuell
70 Euro. Auch die freiberuflich
tätigen J2EE-Entwickler wollen ihre Dienste mit im Schnitt
70 Euro pro Stunde vergütet sehen. |
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| Von diesem Preisniveau können die meisten externen
.NET-Spezialisten mit einem derzeitigen Honorarsatz von 64 Euro pro
Stunde nur träumen. Doch auch sie profitieren von den generell
steigenden Stundensatzforderungen im IT-Projektmarkt. Allein in diesem
Jahr haben sie ihre Honorare bereits um zwei Euro erhöht und
damit finanziell Boden gut gemacht. |
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| Nur
noch eine Frage der Zeit? |
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| Im IT-Projektmarkt hat die Microsoft-Plattform
.NET im Vergleich zu J2EE bisher noch das Nachsehen. Allerdings
werden seit Anfang 2006 mehr .NET-Projekte für freiberufliche
Entwickler angeboten, während der Projektanteil für J2EE
auf dem erreichten Niveau stagniert. Externes IT-Know-how in .NET
oder J2EE wird bundesweit von Unternehmen gesucht, wobei .NET mit
leichter Tendenz stärker im südlichen Raum Deutschlands
(D7, D8, D9) gefragt ist. Für J2EE-Spezialisten sind dagegen
die Projektchancen im Ballungsgebiet Frankfurt am Main (D6) besser.
Obwohl die Projektanteile und die Stundensätze bei der Microsoft
Technologie geringer sind, sehen die freiberufliche IT-Spezialisten
in .NET aber offenbar Potenzial: So ist der Anteil der .NET-Entwickler
in der GULP Profiledatenbank mit rund 7 % schon heute größer
als bei den J2EE-Programmierern (ca. 6 %). Nicht ganz die Hälfte
(43 %) dieser IT-Spezialisten setzt dabei auf beide Plattformen
und ist sowohl in .NET als auch J2EE firm. |
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