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Unter der Lupe: Freiberufler als IT-Trainer
Der freiberufliche Lehrmeister:
Training, Coaching und Schulungen im IT-Projektmarkt.
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(März 2001)
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Inhalt dieses Artikels:
Der Markt | Das
Geld | Fazit | Die
Stichprobe |
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GULP Information Services untersuchte die aktuelle Situation
für Trainings, Coaching und Schulungen im IT-Projektmarkt.
Die vorliegende Marktanalyse fasst die wesentlichen Ergebnisse der
im GULP-o-meter, GULP
Trend Analyzer und GULP Stundensatz
Kalkulator errechneten Trends zusammen.
Das Projekt ist erfolgreich über die Bühne gegangen.
Alle Phasen vom Verfassen eines Pflichtenheftes bis zur Implementierung
und Endtestung wurden planungsgerecht realisiert. Nun steht die
neue Anwendung bereit und wartet darauf, ihren täglichen Betrieb
aufzunehmen. Wäre da nicht noch ein entscheidendes Problem:
Niemand, mit Ausnahme der unmittelbar am Projekt beteiligten Freiberufler
und Mitarbeiter, sind in die Geheimnisse der neuen Programme eingeweiht
und verfügen über die notwendige Anwenderkompetenz. Spätestens
jetzt ist es für den Auftraggeber an der Zeit, umfassende Schulungs-
und Ausbildungsmaßnahmen zu ergreifen. Trainer und Coaches
müssen bei den betroffenen Mitarbeiter Akzeptanz für die
neue Anwendung zu schaffen und die erforderlichen Fertigkeiten vermitteln
- ein ideales Betätigungsfeld für IT-Freiberufler!?
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| Der
Markt: Die monatlichen Projektanfragen |
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| Kurz
und bündig |
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Nachfragesituation weist große
Schwankungen auf. |
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Die meisten Projektanfragen entfallen
auf den Postleitzahlenbereich D6 (Hessen). |
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Füttert man den GULP Trend Analyzer mit den relevanten Qualifikationen
"Trainings und Schulungen", so zeigt sich eine recht große
Schwankungsbreite:
Im Zeitraum von April 1999 bis Juli 1999 erhielten freiberufliche
Trainer 3,3 Prozent der Projektanfragen. Je näher das Millennium
rückt, desto größer wird auch der Bedarf an Trainern.
Im November 1999 wird ein Spitzenwert von 8,1 Prozent erreicht,
der jedoch gleich darauf im Dezember 1999 auf 3,1 Prozent fällt.
Die Zahlen stützen die Vermutung, daß dieser "Nachfrage
Boom" im ausgehenden Jahrtausend Y2k-bedingt war.
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Abbildung 1: Verteilung
der Projektanfragen nach Länder und Postleitzahlengebieten.
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Das Jahr 2000 beginnt dann wieder schwungvoll. Im April 2000 ist
der Spitzenwert mit 7,0 Prozent der Projektanfragen erreicht. Der
Jahresdurchschnittswert liegt bei 4,6 Prozent.
Wo finden die Projekte, die Trainings und Schulungen fordern, statt?
Abbildung 1 gibt die regionale Verteilung der Projektanfragen nach
Ländern und Postleitzahlengebieten wieder. Die prozentuale
Verteilung unterstreicht die dominante Stellung des Postleitzahlengebietes
D6 rund um Frankfurt am Main. Der Frankfurter Bankenbereich zieht
etwa 17,8 Prozent aller Projektanfragen, die Trainings oder Schulungen
beinhalten, auf sich. Noch zweistellig folgt dann Bayern im PLZ
8 mit 11,7 Prozent. In den neuen Bundesländern und Berlin (PLZ
0, PLZ 1 und Teile von PLZ 9) sieht es weniger rosig aus. Auf diese
Regionen entfallen im Schnitt nur um die 3 Prozent aller Projektanfragen.
In den Nachbarländern Österreich und Schweiz ist die Marktlage
ähnlich.
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| Das
Geld: Die Stundensätze |
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| Kurz
und bündig |
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Durchschnittliche Stundensatzforderungen
aller Trainer bei DM 130. |
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Projektanfragen jedoch vor allem
an Spezialisten mit einem Stundensatz um die 150
DM. |
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Bei der Auswertung von 31.216 Projekten, die seit März 2000
über GULP angeboten wurden, zeigt sich, daß mehr als
55 Prozent der Projektanfragen für Schulungen und Trainings
an Spezialisten gestellt wurden, die ihren Stundensatz im Intervall
zwischen DM 130 und DM 160 ansetzen. 21,2 Prozent verlangen einen
Stundensatz im Bereich von DM 150. Abbildung 2 zeigt die prozentuale
Verteilung der Stundensatzforderungen.
Dies ist eine deutliche Differenz zum durchschnittlichen Stundensatz
von DM 127 für Freiberufler mit dem fachlichen Schwerpunkt
"Trainer", der sich aus der Auswertung
der GULP Profiledatenbank zum Thema Stundensätze für
den Zeitraum bis Januar 2001 ergibt und der bis März 2001 auf
DM 130 angestiegen ist.
Hier zeigt sich deutlich, daß Freiberufler, die eine im Markt
stark nachgefragte Spezialisierung und Berufserfahrung mitbringen,
am stärksten nachgefragt sind und dadurch auch die höchsten
Stundensätze erzielen können. Der Stundensatz eines Trainers
für SAP-Module, der Kurse auch auf Englisch hält, liegt
natürlich höher als der eines Seminarleiters für
Microsoft Office-Anwendungen.
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Abbildung 2: Die prozentuale
Verteilung der Stundensatzforderungen.
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Wie sieht nun die Entwicklung der Stundensätze für IT-Freiberufler
aus, deren fachlicher Schwerpunkt das Trainer-Geschäft ist?
Abbildung 3 verweist im Vergleich zu allen bei GULP eingetragenen
Freiberuflern auf einen geringeren Anstieg der Honorare. Zudem bleibt
der Stundensatz dieser Spezialisten konstant unter dem Durchschnitt.
Von September 1998 bis März 2001 stieg der Stundensatz zwar
von 119 DM auf 130 DM. Im Vergleich zum Anstieg von 124 DM auf 143
DM im gleichen Zeitraum für alle eingetragenen, hauptberuflichen
IT-Freiberufler zieht die Nachfrage nur langsam nach.
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Abbildung 3: Die Entwicklung des Stundensatzes
für einen IT-Freiberufler mit dem fachlichen Schwerpunkt
Trainer. blau: Alle bei GULP eingetragenen IT-Freiberufler,
rot: Alle davon mit fachlichem Schwerpunkt Trainer
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IT-Freiberufler, die Projekte mit Trainings und Schulungen übernehmen,
treffen mit exakt 37 Jahren das Durchschnittsalter der über
21.000 bei GULP eingetragenen IT-Freiberufler. Mehr als 72,9 Prozent
entfallen auf das 10 Jahres-Intervall zwischen 30 und 40.
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Abbildung 5: Die prozentuale
Verteilung des Lebensalters für freiberufliche Trainer.
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| Fazit |
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Projekte, die Trainings und Schulungen beinhalten, sind allein
was die Häufigkeit der Projektanfragen betrifft, eher weniger
interessant. Attraktiver werden diese Projekte nur dann, wenn man
die Honorarsätze für Spezialisten mit stark nachgefragtem
Know-how betrachtet, die überdurchschnittliche Stundensätze
erzielen können.
Für Projektkunden und die späteren Anwender sind die
freiberuflichen "Lehrmeister" jedoch auf jeden Fall von
Vorteil. Denn wer verfügt besser über tiefgehendes Know-how
und Einblick in die zu vermittelnde Problematik als der IT-Freiberufler,
der von der Konzeption bis zur Implementierung einer neuen Anwendung
beteiligt war und jetzt eine Schulung bei den künftigen Anwendern
vornimmt.
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| Die
Stichprobe |
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Vorliegende Marktanalyse beruht auf der statistischen
Auswertung von 46.801 Projektangeboten, die seit
März 1999 IT-Freiberuflern über den GULP-Server
zugestellt wurden. Das Datenmaterial wird durch
Information aus den Profilen der über 21.000 bei
GULP eingetragenen IT-Freiberufler und Angaben zum
Nachfrageverhalten großer IT-Anwenderfirmen vervollständigt.
Letztere basieren auf den Log-Dateien des GULP
Dienstleister Guides. Dieses spezialisierte
Online-Verzeichnis der IT-Dienstleister ist Anlaufstelle
für alle Unternehmen, die einen geeigneten Partner
und Subunternehmer für ihre anstehenden IT-Projekte
suchen. Die Informationen aus dem GULP Dienstleister
Guide geben zuverlässig darüber Aufschluss, welche
Subunternehmer aktuell gesucht werden. Insgesamt
repräsentiert die Datenbasis vorliegender Marktanalyse
mehr als 80 Prozent des deutschen IT-Projektmarktes.
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