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Umfrage-Ergebnis

Homeoffice

(Mai 2003)
 

Ruhe, um konzentriert arbeiten zu können. Keine täglichen Fahrten zum Arbeitsplatz. Die Zeit frei einteilen. Homeoffice-Befürworter halten viele Argumente für dieses Arbeitsmodell bereit, aber wie sieht es in der Praxis aus? GULP hatte dazu bereits im März 2001 eine Umfrage gestartet – zwei Jahre später stand abermals das Homeoffice im Mittelpunkt zweier GULP Umfragen. Ein Ergebnis vorab: Es hat sich jede Menge getan.

Bei der ersten Umfrage, die im März 2003 die IT-Freiberufler um vier Antworten bat, nahmen 568 Teilnehmer Stellung; einen Monat darauf wurden vier weitere Fragen zum Homeoffice gestellt – diesmal waren es sogar 706 IT-Freiberufler, die antworteten. Zum Vergleich: Im März 2001 verzeichnete man bei der gleichen Umfrage mit 420 und 522 deutlich weniger Teilnehmer.

 

Welchen Anteil macht die Arbeit im Homeoffice Ihrer Meinung nach derzeit in der freiberuflichen IT-Branche aus?
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Durchschnittswert
Teilnehmer
2001 14 % 420
2003 20 % 568
 
 
Immerhin ein Fünftel aller externen IT-Projektarbeit wird nach Meinung der Befragten vom heimischen PC aus erledigt. Damit liegt die Schätzung um sechs Prozentpunkte höher als vor zwei Jahren – was sicherlich auch daran liegen mag, dass viele IT-Freiberufler mittlerweile Homeoffice-Erfahrung haben.  

 

Haben Sie schon einmal vom Homeoffice aus in einem Projekt gearbeitet?
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Ja
Nein
Teilnehmer
2001 32 % 68 % 420
2003 67 % 33 % 568
 
 
Innerhalb von zwei Jahren von 32 auf 67 Prozent gestiegen, was bedeutet: Die Zahl der befragten IT-Freiberufler, die das Homeoffice als Alternative kennen, hat sich mehr als verdoppelt.  

 

Würden Sie einem Projekt mit höherem Homeoffice-Anteil bei sonst gleichen Bedingungen den Vorzug geben?
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Ja
Nein
Teilnehmer
2001 86 % 14 % 420
2003 88 % 12 % 568
 
 
Nahezu identisch sind hier die Antworten von 2001 und 2003, und ebenso deutlich fallen sie aus: Mindestens acht von zehn IT-Freiberuflern bevorzugen das Homeoffice als Arbeitsplatz.  

 

Wie wird sich der Anteil von Homeoffice-Projekten in den nächsten fünf Jahren verändern?
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Steigen
Gleichbleibend
Sinken Teilnehmer
2001
84 %
14 % 2 % 420
2003 56 % 36 % 8 % 568
 
 
Eine deutlichen Steigerung von Homeoffice-Projekten wurde vor zwei Jahren erwartet, was auch eine richtige Einschätzung war. Heute ist man vorsichtiger und hält eine weitere Steigerung des bereits hohen Homeoffice-Anteil für eher unwahrscheinlich.  

 

Die Arbeit im Homeoffice führt zur höheren Motivation bei der Projektarbeit. Stimmen Sie dem zu?
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Ja
Nein
Teilnehmer
2001 61 % 39 % 522
2003 66 % 34 % 706
 
 
Die Einstellung zur Motivation im Homeoffice hat sich in zwei Jahren nicht signifikant geändert – das Ergebnis aber lässt damals wie heute mehrere Schlüsse zu: Zwar glauben jeweils über 60 Prozent an die leistungsfördernde Wirkung von Homeoffice-Projekten, gut ein Drittel der befragten IT-Freiberufler ist aber keineswegs dieser Ansicht. Dieser doch beträchtliche Anteil baut eindeutig auf den Motivationsschub im Team.  

 

Würden Sie für ein Homeoffice-Projekt einen geringeren Stundensatz in Kauf nehmen?
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Ja
Nein
Teilnehmer
2001 58 % 42 % 420
2003 76 % 24 % 706
 
 
Antworten, die den Reiz von Homeoffice-Projekten belegen; allerdings auch Antworten, die man angesichts der schwierigeren Marktlage näher hinterfragen sollte. Denn: Vor zwei Jahren dachten viele IT-Freiberufler grundsätzlich nicht daran, niedrigere Stundensätze in Kauf nehmen zu müssen – heute stehen viele vor der Situation, dass sie unabhängig von einem Homeoffice ihre Forderungen zurückschrauben mussten.  

 

Sind Sicherheitsrisiken eines der wesentlichen Probleme bei Homeoffice-Plätzen?
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Ja
Nein
Teilnehmer
2001 30 % 70 % 420
2003 21 % 79 % 706
 
 
Die Einschätzung, dass mögliche Sicherheitsrisiken kein wesentliches Problem bei Homeoffice-Plätzen darstellen, hat sich in den vergangenen zwei Jahren noch verstärkt. Heutzutage sind gerade einmal 21 Prozent der IT-Freiberufler der Meinung, dass die Sicherheit nicht optimal gewährleistet werden könne.  

 

Stellen Kommunikations- und Abstimmungsprobleme ein großes Hindernis für Homeoffice-Projekte dar?
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Ja
Nein
Teilnehmer
2001 42 % 58 % 522
2003 43 % 57 % 706
 
 
Im Gegensatz zum Sicherheitsaspekt nehmen Kommunikations- und Abstimmungsprobleme einen weit größeren Raum bei Homeoffice-Projekten ein. Zwar dient das Internet der schnellen Kommunikation, jedoch sind persönliche Kontakte weit weniger anfällig für Missverständnisse. Diese Meinung vertreten immerhin 43 Prozent der Teilnehmer an der Umfrage.  

 

Eine Anmerkung zum Schluss:
Es wird Nichts so heiß gegessen, wie es gekocht worden ist. Der Satz trifft auch auf die Entwicklung von Homeoffice-Projekten zu. Waren anfangs die Bedenken noch groß, hat sich dieses Arbeitsmodell mittlerweile weitgehend bewährt und ist für viele IT-Freiberufler zumindest zeitweise zu einer willkommenen Alternative geworden. Ob sich der Anteil jedoch noch wesentlich steigern wird, ist eine offene Entwicklung – der auch die Vorteile einer Tätigkeit vor Ort entgegen stehen. Denn die meisten Menschen brauchen zumindest hin und wieder den persönlichen Austausch mit Kollegen.

 


Kommentare zu diesem Artikel:

"Hallo GULP, es stimmt mit meinen Erfahrungen und den Infos von Kollegen überein. Ich selbst habe 1998/99 ein Home-Office Projekt (Euro-Umstellung für Sparkassen-Standardsoftware)abgewickelt. Es gab keine Probleme. Im Gegenteil, der Kunde war von der Produktivität begeistert. MfG HS / Hittfeld (September 2003)"

"Leider wollen viele Projektanbieter noch "Köpfe" zählen, ob man bei physischer Anwesenheit tatsächlich produktiv ist, ist dann häufig nebensächlich (eigene Erfahrung!) (Juli 2003)"

"Finde es sehr gut, wenn wie hier Entwicklungen aufgezeigt werden. Liebe GULPis, es gibt noch mehr ältere Umfragen, wo sich das Nachfassen lohnt! (Juni 2003)"

"Sehr interessantes Thema - mich würde interessieren, welchen Einfluss die Möglichkeiten im e-conferencing hier spielen werden. (Juni 2003)"

"Saubere Aufbereitung (Juni 2003)"

"Misstrauen spielt auch eine Rolle! Arbeitet der Mann den wirklich in seinem Heim-Buero? (Mai 2003)"

"Das Thema Homeoffice beschäftigt jeden, die morgentlichen Staus kennt und die meiste Kommunikation übers Telefon erledigen muss. Ich denke das Konzept wird sich, ist es erstmal ausgiebig getestet worden, immer weiter ausbreiten. Dieser Artikel zeigt, dass die Testphase noch ein paar Jahre anhält. Nun die Parkhäuser sind ja erstmal gebaut und die Mobilität ist trotz Stau und Einsparungen im öffentlichen Nah- und Fernverkehr hier zu lande sehr gut. Wir haben also Zeit auf das Ende der Tests zu warten. Machen Sie diese Umfrage bitte weiter, das ist wirklich interessant. Allerdings würde ich noch ein paar weitere Fragen in die Umfrage einbinden. Zum Beispiel würde mich auch interessieren, wie die praktischen Erfahrungen bewertet wurden (schließlich war der Anteil der Leutchen mit Erfahrung schon recht hoch). Also: Weiter so! Viele Grüße aus dem Äpelwoi-Gebiet! (Mai 2003)"


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