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| Von beengten Gefühlen
und grünen Killern
Gesund bleiben am Arbeitsplatz, Teil 1: Raum
und Klima
Teil 1 |
Teil 2 | Teil
3 | Teil
4 | Teil 5
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(Januar 2005)
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| Inhalt dieses Artikels:
Warum man bei Raumfragen auf seinen
"Bauch" vertrauen sollte | Wo
bei Feuchtigkeit die "goldene Mitte" liegt | Was
Celsius mit der Leistungsfähigkeit zu tun hat | Welche
Pflanzen sich als Schadstoff-Killer bewähren
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| Einfache kausale Freiberufler-Zusammenhänge:
Nur, wer arbeitet, verdient Geld. Nur, wer gesund ist, kann arbeiten.
Gesundheit und Wohlbefinden sind existentiell für IT-Freiberufler
- zur Leistungsfähigkeit trägt vor allem auch der Arbeitsplatz
(in der Regel ein so genannter Bildschirmarbeitsplatz) sein beträchtliches
Scherflein bei. In einer kurzen Serie fasst GULP die wichtigsten
Kriterien zusammen, die ein gesundes Arbeiten unterstützen;
im ersten Teil geht es um den nötigen Raum und das beste Klima.
Kopfschmerzen, Augenbrennen oder häufige Erkältung. Und
weil sie einfach viel Wichtigeres zu tun haben, ignorieren viele
T-Freiberufler die körperlichen Wehwehchen – bis sie
schließlich lange Zeit darniederliegen und ihre berufliche
Existenz riskieren. Es hat also durchaus handfeste Gründe,
warum man seinen Arbeitsplatz unter dem Gesichtspunkt „Gesundheit“
näher überprüfen sollte.
Zugegeben, im Projekt muss IT-Freiberufler zuallererst den Bildschirmarbeitsplatz
nehmen, den er bekommt. Wenn’s aber nicht passt, dann sollte
er die Beeinträchtigungen bzw. Belastungen auch ansprechen
– oft sind es nur kleine Maßnahmen auf dem Weg zu Wohlbefinden
und Gesundheit.
Im Homeoffice ist der IT-Freiberufler dagegen selbst verantwortlich
für die bestmögliche Gestaltung seines Arbeitsplatzes.
Aber auch dazu muss er wissen, was zu beachten ist: |
| Warum man bei
Raumfragen auf seinen "Bauch" vertrauen sollte |
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| Ignoranz ist eine sehr häufige Methode,
mit der man einem Platzproblem begegnet. Auf Dauer tut sich der IT-Freiberufler
mit dieser fragwürdigen Strategie aber nichts Gutes - denn abgesehen
von möglichen Unfallgefahren belastet der fehlende Raum bei der
Arbeit das Unterbewusstsein, das wiederum dauerhaft negative Auswirkungen
auf Wohlbefinden und Gesundheit hat.
Um genügend Raum für jeden Einzelnen am Arbeitsplatz
zu garantieren, gibt es sogar gesetzliche Vorschriften, die unter
anderem besagen, dass ein Einzelbüro mindestens 8 Quadratmeter
Fläche und eine Höhe von mindestens 2,5 Meter haben muss.
Ist man eingeengt in seiner Arbeit? Besser als jeder Zollstock
funktioniert das sprichwörtliche Bauchgefühl, für
das man sich einmal ein paar Minuten Zeit nehmen und dem man auch
vertrauen sollte:

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Ist der Kollege einfach viel zu nah? |
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Permanent ein ungutes Gefühl im Rücken? |
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Der Blick auf den übervollen Schreibtisch nervt? |
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Ein Gefühl, sich nicht ausbreiten zu können? |
Aber was ist, wenn das Büro zu klein ist? Ob zu Hause oder im
Projekt - ein Umzug steht in der Regel nicht zur Debatte. Für
das künftige Wohlbefinden sind etwas Fantasie (für eine
gute Lösung) und etwas Kraft (für das Umstellen von Möbeln)
gefragt - und wer folgende Punkte beachtet, hat schon viel Raum gewonnen:
1.
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Je weniger Möbel im Büro, desto besser. |
| 2. |
Wichtig ist genügend Bewegungsspielraum rund um den Bürostuhl.
Einfach mal zurücklehnen oder zur Seite drehen - das muss
ohne Probleme möglich sein. |
| 3. |
Wer am Schreibtisch sitzt, sollte nicht die Bürotür
frontal im Rücken haben. |
| 4. |
Nicht zu unterschätzen ist der Platz unter dem Schreibtisch:
Die Füße sollen genügend Platz haben - und nicht
dauernd an Papierkorb, Rollwagen, Aktentasche oder Tower stoßen. |
| 5. |
Ein halbwegs ordentlich aufgeräumter Schreibtisch hat
mehr Platz als das angeblich kreative Chaos. |
| 6. |
Elektro- und PC-Kabel nicht wirr und lose herum hängen
lassen. |
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| Was Celsius mit
der Leistungsfähigkeit zu tun hat |
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| Wer schon einmal in einem Großraumbüro
gearbeitet hat, weiß, dass kaum ein Thema sich so zum Streiten
eignet wie die herrschende Raum-Temperatur: Während der eine
Kollege im Mantel bibbert, hat sich sein Schreibtischnachbar bereits
bis auf das T-Shirt entblättert - und kaum hat einer das Fenster
zum Lüften geöffnet, ertönt schon der Ruf "Es
wird zu kalt!". Das jeweilige Temperatur-Empfinden ist also
durchaus verschieden, allerdings sind sich (nicht nur) Arbeitsschutzexperten
darüber einig, dass die höchste klimatische Behaglichkeit
bei einem Großteil der mitteleuropäischen Bevölkerung
in normaler Straßenkleidung zwischen 20 und 23 Grad Celsius
liegt.
Leistungsfähigkeit und Temperatur hängen also unmittelbar
zusammen:
| 20 Grad Celsius |
Ein Großteil der Menschen in Mitteleuropa
fühlt sich wohl. |
| 25 Grad Celsius |
Es wird ungemütlich - mit Folgen, denn die
Leistung nimmt ab, Fehler häufen sich und die Reizbarkeit
steigt. |
| 30 Grad Celsius |
Die Erschöpfung naht, auch weil das Herz-Kreislaufsystem
sehr stark belastet wird. |
| 35 bis 40 Grad Celsius |
Je nach Belastbarkeit die höchste erträgliche
Temperatur. |
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| Wo bei Feuchtigkeit
die goldene Mitte liegt |
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Neben der Temperatur ist die Feuchtigkeit
das entscheidende Kriterium, ob die Büroluft für den Mensch
angenehm, leistungshemmend oder gar gesundheitsschädigend ist.
Und auch hier liegt die Lösung in der "goldenen Mitte",
denn: Ein zu wenig belastet Haut, Atmungsorgane und Augen - ein
zu viel dagegen führt zu Schweißausbrüchen und Atemproblemen.
Als Richtschnur gilt hier: Bei einer Zimmertemperatur von 22 Grad
Celsius sind 70 Prozent relative Luftfeuchtigkeit der ideale Wert,
des weiteren soll die Luftfeuchtigkeit bei höheren Temperaturen
umgekehrt proportional geringer gehalten werden.
Damit die Luftfeuchtigkeit passt, empfiehlt es sich:

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regelmäßig zu lüften, |
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Pflanzen aufzustellen und |
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am Heizkörper einen Feuchtigkeitsspender anzubringen
(als sparsame Alternative reicht auch ein Wasserglas). |
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| Welche Pflanzen
sich als Schadstoff-Killer bewähren |
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| Nicht jeder Arbeitsplatz befindet sich
in modernsten Räumen, gestaltet nach den neuesten raumklimatischen
Erkenntnissen. Vielmehr gibt es in der Büroluft nicht selten
eine Reihe von Schadstoffen, die wiederum zu diversen Beschwerden
und Krankheiten führen können. Damit die Luft bei der Arbeit
weitgehend sauber bleibt, ein paar Tipps:
1. Kein Tabakrauch im Büro! Wer als Raucher im Homeoffice
sitzt, sollte auf Rauchpausen im Freien umstellen. Wer als Nichtraucher
beim Kunden tätig ist, sollte im Fall der Fälle darauf
drängen, dass am Arbeitsplatz nicht geraucht wird.
2. Da viele Kopiergeräte und Laserdrucker - wenn auch in zunehmend
geringeren Mengen - im Betrieb Ozon erzeugen, ist es am besten,
wenn sie in einem gesonderten Raum stehen. Ist dies nicht möglich,
sollte der Abluftstrom nicht auf den Arbeitsplatz gerichtet sein.
3. Im Projekt muss man es als Freiberufler hinnehmen, wie es ist,
aber daheim liegt es in der eigenen Verantwortung, bei Möbel
und Teppichböden auf Qualität zu achten. Denn: Gerade
bei minderwertigem Material können hier noch formaldehydhaltige
Ausgasungen entstehen.
4. Ob Benzol, Formaldehyd oder Trichlorethylen - diese Schadstoffe
haben natürliche Feinde: Pflanzen, die im Zuge der Fotosynthese
Schadstoffe in Sauerstoff umwandeln. Unter den Büropflanzen
gibt es dabei richtige Profis als Schadstoff-Killer:
| Banane: |
etwas anspruchsvoll; benötigt viel Licht, genügend
Wasser und Wärme. |
| Bogenhanf: |
liebt volle Sonne, warme und trockene Luft; sparsam wässern. |
| Drachenbaum: |
unempfindliche Blattpflanze; ideal für Hydrokultur. |
| Echte Aloe: |
sehr genügsames Liliengewächs, man darf es nur nicht
zu oft gießen. |
| Efeu: |
bescheidene Kletterpflanze, die Halbschatten und Feuchtigkeit
bevorzugt. |
| Doch: Auch hier kann ein zu viel des Guten ins
Gegenteil umschlagen - allein in einem Raum voller Hydrokultur-Pflanzen
wird das Klima auch in Deutschland plötzlich tropisch. |
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