Enterprise-Server: Verdrängt
Linux die Hochleistungssysteme?
(April
2002)
Dies ist eine Umfrage aus dem GULP-o-meter,
dem Marktindex für IT-Projekte.
Viele der klassischen Unternehmens-Server sind
bereits alte Bekannte im IT-Projektmarkt. Doch die
Zeiten ändern sich und schon stehen mit Linux-Clustern
neue Entwicklungen ins Haus. Immer mehr Hersteller
von Enterprise-Applikationen, die in der Vergangenheit
voll auf Unix-Plattformen gesetzt haben, bringen
nicht minder leistungsfähige Linux-Varianten
ihrer Produkte auf den Markt. Im High-Performance-Computing
erfahren Sun und andere Unix-Protagonisten durch
Linux-Cluster immense Konkurrenz. Hochschulen beispielsweise
setzen verstärkt auf preisgünstige Linux-Cluster
auf PC-Basis, weil sie sich keine teueren Workstations
mehr leisten können oder wollen. Wird Linux
längerfristig den Markt der Hochleistungssysteme
verändern? Werden Enterprise-Server (Unix,
Mainframe) in den Ahnenstatus versetzt?
Zwischen dem 15. März 2002 und 15. April 2002
stellten wir den Nutzern des GULP-o-meters die Frage,
welche der beiden Server-Varianten sich auf dem
Markt durchsetzen wird.
118 Befragte urteilten wie folgt:
Rechnen Sie damit,
dass Linux-Cluster mittelfristig Enterprise-Servern den Rang ablaufen
werden?
Ja 47%
Nein 41%
Keine Ahnung 12%
Seit geraumer Zeit beherrschen Enterprise-Server den IT-Projektmarkt.
Mit Linux-Clustern steht jetzt eine Neuentwicklung bereit, die den
"Klassikern" den Rang ablaufen soll. Doch die IT-Freiberufler
sind in dieser Frage geteilter Meinung.
41 Prozent der Befragten sind überzeugt, dass Linux-Cluster
nicht das Zeug haben, sich auf dem Markt gegen klassische Enterprise-Server
durchzusetzen und somit einen neuen Standard zu begründen.
Nur ganze 6 Prozent mehr, nämlich 47 Prozent der Teilnehmer,
glauben, dass Unix und Mainframe-Architekturen durch Linux-Cluster
in den Ahnenstatus versetzt werden. 12 Prozent konnten oder wollten
den Blick in die Kristallkugel nicht wagen.
Kommentare zu diesem Artikel:
"Kommentar zur Schlußbemerkung:
"41 Prozent der Befragten sind überzeugt, dass Linux-Cluster nicht das Zeug haben, (...) Nur ganze 6 Prozent mehr, nämlich 47 Prozent (...)"
Das nenne ich mal manipulativ formuliert! Der Rest des Artikels ist ja ganz gut, aber was soll diese Bemerkung? Linux hat in der Meinung der Befragten offensichtlich Unix überholt. Nicht "nur 6 Prozenz mehr", sondern tatsächlich GANZE SECHS PROZENT MEHR! Und die, die meinen, Unix bleibe der Standard, sind "überzeugt, daß Linux nicht das Zeug hat"...? Also bitte. (Dezember 2004)"
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