Branchen im Vergleich: Gezahlte Stundensätze

(Dezember 2005)
Inhalt dieses Artikels:
Welche Branche zahlt mehr, welche weniger? | Der Blick zurück
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Je nach Wirtschaftsbranche variieren nicht nur Projektaufgaben, Projektlänge, Skill-Anforderungen und IT-Ausgaben, sondern (und damit eng verbunden) auch die Höhe der gezahlten Stundensätze. Im Rahmen einer neuen Serie beleuchtet GULP die Branchen im IT-Projektmarkt hinsichtlich verschiedener Aspekte. Den Auftakt bilden die Stundensätze, denn kein anderes Thema bewegt die Gemüter der Protagonisten im IT-Projektmarkt so sehr wie die Frage nach der Bezahlung.

Grundlage der Branchenanalyse sind die Angaben von 1.980 freiberuflichen IT-Spezialisten zu ihren abgewickelten Projekten in den Jahren 2000 bis 2005. Diese wurden den Einträgen der IT-Freiberufler in die Liste "Stundensätze in der Praxis" [Zugriff nur mit Profil-Account] entnommen. Bei den angegebenen Stundensätzen handelt es sich um die tatsächlich gezahlten Honorare zuzüglich Vermittlungsprovisionen.

 

Welche Branche zahlt mehr, welche weniger?
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Durchschnittliche Stundensätze je Branche in Euro Zeitraum: Jahre 2000 bis 2005

Im Schnitt zahlen die untersuchten Branchen ein Stundenhonorar von 68,75 Euro an freiberufliche IT-Spezialisten. Die Hälfte der Branchen leistet überdurchschnittliche Honorare, allen voran der Dienstleistungssektor mit 73,84 Euro, dicht gefolgt von der Pharma- und Chemieindustrie mit 73,05 Euro. Finanziell ebenfalls gute Aussichten für externe IT-Fachkräfte bietet mit 72,00 Euro der Telekommunikationsbereich. Die geringsten Honorare zahlt die Elektronikbranche: In dieser Branche tätige IT-Freiberufler verdienen fast zehn Euro weniger als ihre Kollegen, die in der Dienstleistung tätig sind.

 

 

Der Blick zurück
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Je nach Branche wird von freiberuflichen IT-Fachkräften ein anderer Grad an Spezialisierung gefordert, der sich vor allem im gezahlten Honorar niederschlägt. Doch gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten müssen auch höher qualifizierte IT-Selbstständige ihre finanziellen Ansprüche zurückschrauben, wie die Entwicklung der gezahlten Stundensätze innerhalb der letzten sechs Jahren verdeutlicht:

Durchschnittlicher Stundensatz aller Branchen im Zeitraum 2000 bis 2005

Nachdem das Jahr 2001 noch ein Stundensatz-Hoch markierte, mussten freiberufliche IT-Experten in den Folgejahren erhebliche finanzielle Einbußen in Kauf nehmen. Um Projekte zu ergattern, mussten sie ihre Forderungen deutlich nach unten korrigieren, um mit den Anbietern auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen. Erst in 2004 deutete sich so langsam wieder etwas Entspannung an: Die Stundensatzzahlungen stabilisierten sich bei rund 65 Euro. Erfreulich für IT-Spezialisten: In diesem Jahr zahlen Projektanbieter erstmals wieder deutlich höhere Honorare.

 

 

 

Kommentare zu diesem Artikel:

"Sehr gute Information. Damit gibt es eine Möglichkeit, sich unabhängig vom jeweiligen Projekt oder den bekannten Headhuntern ein Bild über die aktuelle Lage zu machen. Glückwunsch (Dezember 2005)"

"Es tut gut, den Umschwung zu sehen. (Dezember 2005)"

"Die Verrechnungssätze bei den Endkunden sind nicht das Problem, die haben sich spürbar erholt. Die Vermittler verlangen zu hohe Margen. (Dezember 2005)"

"Nun ja, ich mache IT/EDV und Industrie-Roboter- Programmierung. In der Automotive sind 60 Euro ein absoluter Traum, real sind 45 Euro. (Dezember 2005)"

"Gute Auswertung, um mal einen Überblick über andere Branchen zu erhalten. (Dezember 2005)"


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