Verteilung der Stundensatz-Forderung der IT-/Engineering-Freiberufler
GULP Stundensatz-Auswertung Februar 2012
(März 2012)
| Lesen Sie auch die Auswertungen nach: Lebensalter & Berufserfahrung | Position |
Der Durchschnitts-Stundensatz (derzeit 73 Euro) zeigt die langfristige Entwicklung auf. Daneben ist es wichtig zu wissen, wie sich die Stundensatzforderungen derzeit auf die einzelnen Beträge verteilen – und wie stark Freiberufler mit dem jeweiligen Stundensatz nachgefragt werden.
Vor fünf Jahren forderten IT-/Engineering-Selbstständige im Schnitt 68 Euro pro Stunde. Damals verlangten 51,4 Prozent von ihnen Honorare unter 70 Euro – aktuell sind es 39,4 Prozent, also 12 Prozentpunkte weniger. Hier wird langfristig ein Steigen der Stundensätze deutlich. Die größte Gruppe ist aktuell die mit Honorarvorstellungen zwischen 70 und 90 Euro (41,9 Prozent).
Angebot und Nachfrage – wer bekommt Projektanfragen?
Zu welchen Preisen kontaktieren die Projektanbieter? GULP misst kontinuierlich, welchen Honorarwunsch diejenigen IT-Freiberufler in ihr Skill-Profil eingetragen haben, die in den letzten sechs Monaten tatsächlich Projektanfragen erhalten haben. Das sind die Profile, die für Projektanbieter interessant waren und die für konkrete Projekteinsätze infrage kamen. Während 39,4 Prozent der Selbstständige Sätze unter 70 Euro fordern, gingen 38,8 Prozent der Kontakte an diese Gruppe. In der Stundensatz-Spanne zwischen 70 und 100 Euro sind es 50,5 Prozent der Freiberufler (Angebot) und 51,3 Prozent der Kontakte (Nachfrage). Das hält sich also in etwa die Waage.
Stundensatz im Profil: Realistischer Durchschnittswert
Der Stundensatz, den IT-Freelancer in ihr Profil eintragen, sollte ein realistischer Durchschnittswert sein, den der Selbstständige für heimnahe Projekte berechnet. Empfehlenswert ist weder ein erstes Verhandlungsangebot ("Der Projektanbieter wird mich schon runterhandeln") noch ein Dumping-Lockangebot. In beiden Fällen riskieren IT-Freelancer, dass sie bei Anfragen, die eigentlich für sie in Betracht kommen, nicht gefunden werden. Projektanbieter können bei der Suche nach einem Freiberufler in der GULP Datenbank nicht nur einen maximalen Stundensatz, sondern auch einen Minimalwert eingeben. Profile mit einer Stundensatzangabe, die diesen Minimalwert unterschreiten, werden beim Suchergebnis der ersten Suche nicht angezeigt.
Bei den in der Auswertung angegebenen Stundensätzen handelt es sich um Netto-Beträge, das heißt ohne Mehrwertsteuer.
Mehr zur Methodik…
Die Stundensatz-Auswertung wird halbjährlich durchgeführt. Grundlage der Analyse bilden die Stundensatzforderungen, die die mehr als 75.000 in die GULP Profiledatenbank eingetragenen IT-Freiberufler in ihrem Profil angeben. Die Auswertung greift somit auf die Profile von über 90 Prozent der in Deutschland tätigen IT-Freiberufler zurück (Berechnung basierend auf Mikrozensus 2009, Stat. Bundesamt, Wiesbaden). Die Forderungen sind die Basis für die Stundensatzverhandlungen mit den Projektanbietern und stellen in der Regel einen guten Mittelwert dar.
Sie haben höhere oder niedrigere Stundensätze erzielt? Andere Erfahrungen mit den Stundensätzen gemacht? Tragen Sie die Daten Ihres aktuellen oder abgeschlossenen Projekts in die Liste "Stundensätze in der Praxis" ein. Dort sehen Sie, welche Stundensätze im Portmonee der Freelancer landen – je nach Skill und Art des Projektes.
| Lesen Sie auch die Auswertungen nach: Lebensalter & Berufserfahrung | Position |
Die GULP Stundensatz-Auswertung gibt es seit August 1998. Zur Verbesserung der Übersichtlichkeit können wir leider nicht alle Kommentare unbegrenzt veröffentlicht lassen, sondern müssen uns auf die aktuellsten und relevantesten beschränken.











