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Stundensätze von freiberuflich tätigen IT-Spezialisten in den USA

(Oktober 2002)
Inhalt dieses Artikels:
Allgemein | Administration | Softwareentwicklung| IT-Consultants
| Tipps zu Stundensatzverhandlungen in den USA
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Wer sich dazu entscheidet, in den USA tätig zu sein, der ist gut beraten, sich bei der unabhängigen Umfrageseite www.realrates.com estern von Janet Ruhl über die gezahlten Stundensätze zu informieren. Auf dieser Seite sind alle in den USA tätigen Freiberufler aufgerufen, anonym Angaben über ihre Projekttätigkeit und die gezahlten Honorare zu machen. Wenn auch die zahlenmäßige Beteiligung eine weitaus kleinere statistische Grundlage liefert als die GULP Profiledatenbank, so ist realrates.com doch dank seiner absoluten Neutralität die Anlaufstelle Nummer 1 und kann durchaus für einen Vergleich mit GULP Werten aus dem Stundensatz Kalkulator herangezogen werden.

 

Allgemein
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Es ist eine Tatsache: Nach den Angaben der Freiberufler, die an der laufenden Befragung von realrates.com teilnehmen, sind die durchschnittlichen Stundensätze in den USA spürbar höher als in den deutschsprachigen Regionen und zwar egal in welchem Bereich. Dennoch sollte sich nicht zu früh freuen, wer dies liest und mit dem Gedanken spielt, dort sein Glück zu versuchen. Durchschnittlich betrug der erzielte Stundensatz für dieses Jahr 83 USD (umgerechnet derzeit 85 EUR (Stand Okt. 2002)). Im Vergleich dazu: Nach den letzten Stundensatzauswertungen von GULP liegt der durchschnittlich geforderte Stundensatz in deutschsprachigen Regionen nur bei 73 EUR. In Vorläuferprojekten erhielten allerdings dieselben US-Freiberufler im Schnitt 86 USD. Die Bereitschaft zu Bezahlung guter Honorare sinkt also auch dort zusehends.

Dabei ist zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten in den USA deutlich höher sind als in Deutschland. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes betrug im August die Kaufkraft von einem Euro im Vergleich von Berlin zu Washington 0,78 Eurocent. Das bedeutet, dass tendenziell in Washington die Lebenshaltung um bis zu 22 Prozent teurer ist. Dieser Wert kann in den USA von Bundesstaat zu Bundesstaat und Stadt zu Stadt enorm schwanken. Wer innerhalb der USA Vergleiche zu Lebenshaltungskosten ziehen möchte, kann dies bei www.realtor.com estern tun.

Außerdem sollte bei Durchschnittsberechnungen nicht übersehen werden, dass dies wenig über die Bandbreite der gezahlten Honorare aussagt. In einzelnen Fällen fangen die Honorare bei 15 USD an und betragen im anderen Extrem 200 USD. Fazit: Auch in den USA braucht man die richtigen Qualifikationen, (als Ausländer) den richtigen Aufenthaltsstatus und entsprechendes Verhandlungsgeschick.

Diagramm: Honorarvergleich 2001/2002

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Abbildung 1: Honorare der IT Freelancer in EUR für 2001/2002 im Vergleich
 

 

Administration
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Im Bereich der Administration sind bei realrates.com vor allem DBAs, Netzwerkspezialisten und Systemadministratoren zu finden. Entsprechend hat GULP aus der allgemeinen Gruppe der "IT-Administration" diese Teilbereiche über die Jahre 2001 und 2002 verglichen.

Diagramm: Administration 2001
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Abbildung 2: Administration 2001
Diagramm: Administration 2002
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Abbildung 3: Administration 2002

Grundsätzlich verdienen im amerikanischen Markt tätige Freiberufler in diesem Jahr besser als deutsche Administratoren. Am stärksten ist dies bei den Netzwerkspezialisten bemerkbar. Dort beträgt der Unterschied 18 EUR. Aber auch SysAdmins können in den States satte 7 EUR mehr verdienen als hier. Während DBAs im US-Markt ihr Honorar seit dem letzten Jahr um 16 auf 76 EUR steigern konnten, sind alle anderen Administrator-Stundensätze zwischen 3 und 8 EUR gesunken.

Am häufigsten gaben Admins bei realrates.com folgende Skills an: Datenbankadministratoren: Oracle und SQL Server, Netzwerkspezialisten: Cisco, Windows 2000, NT, SysAdmins: Solaris, HPUX.

 

 

Softwareentwicklung
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Diagramm: SW-Entwickler 2001

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Abbildung 4: Softwareentwicklung 2001

Diagramm: SW-Entwickler 2002

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Abbildung 5: Softwareentwicklung 2002

Auch im Bereich Programmierung und Softwaredesign liegen die Vergütungen in den USA nach Angaben der dortigen Freiberufler höher als hier. 2001 konnten Softwarearchitekten dort noch satte 91 EUR verdienen (im Vergleich dazu waren es im deutschsprachigen Raum nur 79) - aber die fetten Zeiten sind jetzt vorbei. Derzeit können Softwarearchitekten dort nur 77 EUR verlangen. Normale Programmierer verdienen in beiden Ländern ähnlich niedrige Stundensätze und das war auch in 2001 nicht anders. Je nach Erfahrungsschatz und Wissenstiefe können Senior Programmierer bzw. Entwickler in den Staaten wesentlich bessere Honorare erzielen als ihre deutschsprachigen Kollegen. In 2002 klafft hier eine Lücke von 22 EUR!!

Was sind die gefragtesten Qualifikationen? Senior Programmierer wurden nach eigenen Angaben am häufigsten eingesetzt, wenn sie Kenntnisse in ERP/CRM Systemen (SAP, Peoplesoft, Siebel), Java, C, C++, Visual C, Visual Basic, SQL, Perl mitbrachten. Programmierer sollten am häufigsten ABAP oder MS Access Kenntnisse haben und Softwarearchitekten Java-Kenntnisse.

 

 

IT-Consultants
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Diagramm: IT-Berater 2001/2002

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Abbildung 6: IT-Berater 2001 und 2002

Beratertätigkeiten sind stets gefragt und gut bezahlt - allerdings in Nordamerika besser als in der deutschsprachigen "Alten Welt"! Mit 90 EUR verdienen US-Berater im Durchschnitt 13 EUR mehr als hier.

Welche Beratungsleistungen am meisten gesucht sind? Vermutlich werden am häufigsten Spezialisten gesucht, die bei Windows Migrations- oder ERP/CRM-Projekten (vor allem SAP) beratend zur Seiten stehen.

 

 

Tipps zu Stundensatzverhandlungen in den USA
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Tipps zu Stundensatzverhandlungen finden Sie bei James F. Ziegler auf der Contractor's Handbook Homepage extern, besonders eine PDF-Datei extern). Ziegler hat das Contractor's Handbook 1997 begonnen, hält aber nach eigenen Angaben die Fakten immer aktuell, so dass die Tipps und Informationen, die dort zu finden sind, nichts von ihrer Gültigkeit eingebüßt haben sollten.

 

 


Kommentare zu diesem Artikel:

"Meiner Meinung nach haben sie leider vergessen zu erwähnen, daß die Steuern in den USA deutlich niedriger sind. Außerdem wäre es sinnvoll, auch einen Vergleich der Gehälter von Festangestellten durchzuführen. (November 2002)"

"sehr gut. (Oktober 2002)"

"Ich bin sein 3 Jahren als deutsche freiberuflicher IT Consultant im Java/J2ee Bereich (mit Greencard) in Ca in der SF Bay area taetig. Die og Stundenseatze sind meiner Erfahrung nach nicht die die ein Freiberufler erwarten kann. Diese Zahlen sind etwa richtig fuer die Saetze, die von einem Projektanbieter gezahlt werden. Projektvermittler geben diesen Betrag um ca 35% vermindert and Freiberufler weiter. Im Augenblick ist es (fast) unoeglich mehr als $60/hr fuer eine PM/Lead/Architect zu bekommen and nicht mehr als $50-$55 fuer einen erfahrenen Entwickler. (Oktober 2002)"


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