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Marktstudie der IT-Personalagentur GULP nimmt die Stundensatzforderungen externer IT-Spezialisten in der Schweiz unter die Lupe
Zürich, August 2009. Die durchschnittlichen Stundensatzforderungen der in den GULP Kandidatenpool eingetragenen externen IT-Spezialisten in der Schweiz liegen laut einer aktuellen GULP Marktstudie 23 Schweizer Franken über dem allgemeinen Durchschnitt im deutschsprachigen Raum: Während alle bei GULP eingetragenen IT-Freelancer der halbjährlichen Stundensatzauswertung der IT-Personalagentur GULP zufolge im Schnitt 107 Franken pro Stunde fordern, verlangen IT-Freelancer mit Wohnsitz Schweiz im Juni 2009 130 Franken. Aber auch die Schweizer spüren derzeit einen Preisdruck – vor allem bei Projekten im Finanzbereich. In den Kandidatenpool auf www.gulp.ch, dem Portal für IT-Projekte, sind mehr als 70.000 selbstständige IT-Experten vor allem aus Deutschland, Österreich und der Schweiz registriert.
Nicht nur der Durchschnitt ist höher: Die Analyse ergab, dass nur 3,8 Prozent der Schweizer IT-Spezialisten weniger als 91 Franken pro Stunde verlangen – bei allen IT-Freiberuflern im deutschsprachigen Raum sind es 5,5-mal so viele (20,9 Prozent). Höhere Lebenshaltungskosten in der Schweiz sind nicht der einzige Grund dafür – die Ergebnisse der Marktstudie im Überblick.

Der Großteil der Schweizer Projekte über GULP wird bei Endkunden aus den Branchen Banken, Versicherung und Pharma durchgeführt. 63,9 Prozent der auf der Online-Jobbörse www.gulp.ch eingetragenen IT-Freelancer mit Wohnsitz Schweiz haben laut ihrem Profil Erfahrung in den Bereichen Bank, Finanz oder Kredit. Diese sind hochpreisige Branchen: Während alle bei GULP eingetragenen IT-Freiberufler durchschnittlich 108 Schweizer Franken pro Stunde fordern, liegen die Honorarvorstellungen aller Selbstständigen in der Bank- und Versicherungsbranche bei 120 Franken, also um 12 Franken höher.
Tendenziell haben die bei GULP eingetragenen Schweizer IT-Freelancer etwas mehr Berufserfahrung als der Durchschnitt. Nur 3,3 Prozent von ihnen haben unter zehn Jahren Berufserfahrung (im Gegensatz zu 7,3 Prozent aller IT-Freiberufler). Auf zehn bis 14 Jahre Erfahrung blickt die relative Mehrheit aller IT-Selbstständigen (25,4 Prozent) zurück, aber nur 20,0 Prozent der Schweizer. Auch das passt ins Bild: IT-Freiberufler mit mehr Berufserfahrung fordern in der Regel höhere Stundensätze, wie die GULP Stundensatzauswertung zeigt. IT-Selbstständige mit unter zehn Jahren Berufserfahrung verlangen im Allgemeinen durchschnittlich 86 Schweizer Franken pro Stunde, IT-Freiberufler ab zehn Jahren Berufserfahrung 109 Franken, das sind 26,3 Prozent mehr
Laut der Analyse des Portals für IT-Projekte www.gulp.ch sind die hohen Forderungen nicht darauf zurückzuführen, dass die Schweizer IT-Freiberufler überdurchschnittlich häufig in Positionen mit hohen Honorarvorstellungen tätig sind. Die Softwareentwickler sind von allen IT-Freiberuflern in der GULP Profiledatenbank anteilsmäßig die größte Gruppe und haben demzufolge den meisten Einfluss auf den Stundensatz-Durchschnitt. Auch in der Schweiz ist das so: Mit 35,9 Prozent beanspruchen die Softwareentwickler dort ebenso den größten Anteil für sich. Nur 9,3 Prozent der Schweizer IT-Selbstständigen arbeiten als Trainer – in der Gruppe mit den höchsten Stundensatz-Vorstellungen (146 Franken). Sie verlangen damit 41 Franken mehr als die Trainer im allgemeinen Durchschnitt aller IT-Freiberufler. Am wenigsten fordern in der Schweiz wie auch bei allen IT-Selbstständigen die Administratoren (119 Franken), aber die Schweizer Administratoren verlangen dennoch 32 Franken mehr als der allgemeine Durchschnitt. Insgesamt sind die Schweizer Forderungen bei allen Positionen höher.

Fast die Hälfte (46,7 Prozent) der bei GULP eingetragenen Schweizer Selbstständigerwerbenden in der IT wohnt in der Region Zürich/Thurgau. "Nicht überall in der Schweiz, nicht in jedem Auftrag und nicht zu jeder Zeit lassen sich so hohe Honorare dann auch durchsetzen. Außerdem spüren auch die Schweizer Freelancer derzeit einen Preisdruck – vor allem im Finanzbereich", kommentiert Florian Lauber, Geschäftsführer der GULP Schweiz AG. Erste Anzeichen sind an den Profilaktualisierungen pro Monat erkennbar: 29,4 Prozent der bei GULP eingetragenen Schweizer IT-Freelancer, die im Juni 2009 Angaben in ihrem Profil geändert haben, hatten nach der Aktualisierung einen Stundensatz von über 136 Schweizer Franken im Profil stehen – im Februar 2009 waren es noch 46,1 Prozent. "Einer der Gründe für diese Veränderungen ist die momentan angespannte Wirtschaftslage, die auch vor der Schweiz nicht Halt macht", sagt Florian Lauber. "Auch für Schweizer IT-Freelancer ist die Akquise von Aufträgen derzeit die größte Herausforderung. Ein gut gepflegtes und aktuelles Profil hat dabei oberste Priorität." Im Juni 2009 haben mehr als 30-mal so viele Schweizer IT-Experten ihr Profil in der GULP Datenbank aktualisiert wie im Juni 2008.
Mehr als 2.000 Kunden, 70.000 eingetragene IT-Experten und über 600.000 abgewickelte Projektofferten: GULP Information Services GmbH ist die wichtigste Quelle für die Besetzung von IT-Projekten mit externen Spezialisten im deutschsprachigen Raum. Als Internet-Jobbörse für Freiberufler ist GULP im Jahr 1996 gestartet. Heute bietet GULP zusätzlich zu den Dienstleistungen einer modernen Personalagentur ein umfassendes Online-Portal mit Informationen und Services rund um das IT-Projektgeschäft. Das in München ansässige Unternehmen erzielte 2008 einen Umsatz von 88,1 Millionen Euro und beschäftigt in der Zentrale sowie in den Geschäftsstellen Frankfurt, Hamburg, Köln, Stuttgart und Zürich derzeit über 140 interne Mitarbeiter.