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Bedarf an freiberuflichen IT/Engineering-Experten 45 Prozent höher als im Vorjahr – noch herrscht an ihnen kein Mangel.
"Trotz globaler Krise konnten im vergangenen Jahr immer noch 34.000 Ingenieurstellen nicht besetzt werden", meldete der VDI kürzlich. Der Engpass werde sich aus demografischen Gründen noch verstärken: "Die Anzahl junger Ingenieure reicht in Zukunft nicht mehr aus, um allein die altersbedingt aus dem Erwerbsleben Ausscheidenden zu ersetzen." Laut einer Studie im Auftrag der EU-Kommission wird die Nachfrage nach IT-Experten in Deutschland in den kommenden Jahren beständig über dem Angebot liegen.
In der IT- und Telekommunikationsbranche müssten in den nächsten Jahren wichtige Infrastrukturen wie Verkehrs- oder Energienetze sowie das Gesundheitssystem durch IT intelligent gemacht werden, teilte der BITKOM mit. "Der Bedarf an Spezialisten, die diesen Wandel gestalten, ist enorm", kommentiert Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer, und spricht von aktuell etwa 20.000 offenen Stellen in der ITK-Branche. Jedes dritte Unternehmen gibt in einer Umfrage des Verbandes an, dass der Fachkräftemangel seine Geschäftstätigkeit bremst.
Freiberufliche Experten stehen bereit
Diesen Schwierigkeiten, festangestellte Fachkräfte zu finden, stehen derzeit mehr als 73.000 Freiberufler aus den Bereichen IT und Engineering entgegen, die in den GULP Kandidatenpool eingetragen sind. "Zum heutigen Tag verfügbar sind 7.509 IT/Engineering-Freelancer – sie könnten sofort einen neuen Auftrag beginnen", kommentiert Stefan Symanek, Marketing-Leiter von GULP. Dass Unternehmen wieder verstärkt auf externe Fachkräfte zurückgreifen, zeigt das Ansteigen der GULP IT-Projektmarktindex in den letzten Monaten. Der Index misst die über www.gulp.de an IT/Engineering-Freiberufler zugestellten Projektangebote. Im Mai 2010 wurden über www.gulp.de knapp unter 10.000 Projektanfragen an externe Spezialisten versandt – und damit 45 Prozent mehr als im Vorjahresmonat (Mai 2010: 9.886 Anfragen; Mai 2009: 6.797 Anfragen).
Auch eine Studie von Berlecon Research kommt zu dem Schluss: "Der Bedarf an externen Ingenieuren wird in naher Zukunft steigen." Jedes zweite der im Rahmen der Analyse befragten Unternehmen setze bereits externe Ingenieure ein. Ein Drittel geht davon aus, dass sich die Personalstrukturen mittelfristig zugunsten flexibler Beschäftigungsformen verändern werden.
Flexibel, schnell, erfahren
"In Zeiten schwacher Planungssicherheit sind externe Spezialisten vor allem zur schnellen und flexiblen Überbrückung von Auftragsspitzen gefragt", so Symanek. "Begehrt sind sie auch wegen ihres aktuellen Spezial-Know-hows und ihrer Prozess- und Branchenerfahrung." Der durchschnittliche auf www.gulp.de eingetragene freie IT-Experte ist 43 Jahre alt, verfügt über 19 Jahre Berufserfahrung und fordert im Schnitt einen Stundensatz von 70 Euro. Solche Selbstständige sind seit Jahren mit der Projektarbeit vertraut und arbeiten sich schnell in neue Teams und Aufgabenstellungen ein.
Beim Einsatz externer IT/Engineering-Dienstleister nehmen spezialisierte Vermittlungsagenturen den Unternehmen nicht nur Auswahl und Rekrutierung des passgenauen Kandidaten ab, sondern übernehmen das komplette Vertragsmanagement und sorgen bei Ausfall für Ersatz.