Die Auslastung der IT-Freiberufler mit IT-Projekten ist wieder
deutlich besser: Das belegt eindrucksvoll die jährliche
Umfrage der IT-Personalagentur
GULP zur Projektauslastung der externen IT-Spezialisten.
Bei der repräsentativen Erhebung äußerten sich
788 IT-Selbstständige, in welchem Ausmaß sie 2006
mit Projekten ausgebucht waren und mit welcher Auslastung sie
in 2007 rechnen.
Im Vergleich zu den Vorjahren entwickelte sich die
Projektauslastung externer IT-Spezialisten 2006 unverkennbar in
Richtung Vollbeschäftigung. Während im Jahr 2004 noch
jeder Dritte nur maximal vier Monate des Jahres in IT-Projekten
arbeitete, war es 2006 nur noch jeder Zehnte.
Dafür stand der Großteil der Befragten (82 Prozent)
für mindestens sieben Monate in Lohn und Brot. Im Vergleich
zu 2004 (45 Prozent) hat sich ihr Anteil nahezu verdoppelt. Betrachtet
nach Positionen waren in erster Linie externe IT-Berater und -Coaches
ganzjährig ausgebucht. Freiberufliche Projektleiter, Administratoren
sowie Software-Entwickler waren im Schnitt rund zehn Monate in
Projekten eingebunden.
"Doch nach wie vor klafft die Schere auseinander", relativiert
GULP Sprecher Stefan Symanek. "Es gibt noch immer die beiden
Extreme, sich entweder vor Nachfrage nicht retten können oder
gar kein Projekt zu haben, denn der Anteil der Freiberufler mit
einer Auslastung von unter 30 Prozent liegt weiterhin über
denjenigen mit einer mittlerer Projektauslastung."
Optimistisch stimmende Prognose
Die gute Auftragslage 2006 schürt natürlich die Erwartungen
für das aktuelle Jahr, das bisher im IT-Projektmarkt mehr
als zufriedenstellend verlief. Bereits im ersten Quartal 2007 erhielten
freiberufliche IT-Experten über www.gulp.de 29
Prozent mehr Projektkontakte (27.282) als im Vorjahr (21.202). "Rechnet
man diese Steigerung auf das Gesamtjahr hoch", so Symanek, "dann
dürfte am Ende des Jahres jeder der über 60.000 bei www.gulp.de registrierten
IT-Freiberufler mindestens 1,8 Jobangebote im Schnitt erhalten
haben. Unabhängig davon, ob er zur Verfügung stand oder
nicht."
Und so rechnet auch, mit 85 Prozent, die große Mehrheit
der Befragten damit, dieses Jahr zwischen sieben bis zwölf
Monaten mit IT-Projekten ausgebucht zu sein.
Der Vergleich von Prognose 2007 und tatsächlicher Auslastung
2006 offenbart, dass sich unter den Optimisten auch einige IT-Freiberufler
befinden, die im vergangenen Jahr kaum von der guten Auftragslage
profitiert haben. Besonders der Anteil derjenigen, die mit einer
extrem geringen Auslastung von unter 30 Prozent rechnen, hat sich
mit fünf Prozent halbiert.
Es scheint aber auch nicht jeder IT-Experte, der 2006 ganzjährig
mit IT-Projekten ausgebucht war, gleiches für dieses Jahr
zu erwarten, wie ein Blick auf die Detailzahlen der Umfrage zeigt:
Von den zwei Dritteln (66 Prozent), die im vergangenen Jahr zu
100 Prozent mit IT-Projekten ausgelastet waren, kündigt heuer
nur ca. jeder Zweite (49 Prozent) übervolle Auftragsbücher
an. Dagegen planen deutlich mehr als im Vorjahr zwischen neun bis
elf Monate (71-90 Prozent) mit IT-Jobs ausgefüllt zu sein.
Vor allem Projektleiter, IT-Coaches und Administratoren schätzen
ihre diesjährige Auslastung etwas geringer ein als sie im
vergangenen Jahr tatsächlich war. Im Gegensatz dazu rechnen
IT-Berater und Software-Entwickler mit einer Beschäftigung
auf ähnlichem Niveau wie 2006.
Die komplette Auswertung finden Sie unter:
http://www.gulp.de/kb/mk/arbeitsmarkt/umfrageprojektauslastung2006_f.html
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