Ein
Blick auf den GULP Marktindex bestätigt die IT-Krise eindrucksvoll.
Der IT-Projektmarkt erreichte in den ersten beiden Quartalen nur
57 Prozent des Vorjahreswertes. Eine Erholung ist noch nicht in
Sicht, auch wenn der Juni mit 61 Prozent zum Vorjahr leicht stärker
ausfiel.

"Einzig
SAP schwimmt mal wieder gegen den Trend" so GULP Marketingleiter
Symanek, "die jüngsten Gewinnwarnungen der Walldorfer
sehen wir nicht so kritisch, die GULP Zahlen sind für den deutschsprachigen
Markt besser".
Sorgen
macht er sich eher um die IT-Freiberufler. Die Anzahl der zur Zeit
verfügbaren freiberuflichen IT-Experten hat Anfang Juli die
10 Prozent Marke überschritten, traditionell liegt der Wert
in dem Sommermonat bei rund sechs Prozent.

Auslaufende
Projekte dürften diesen Trend in den nächsten Monaten
noch weiter verstärken. Bereits jetzt sind schon - laut einer
aktuellen GULP Umfrage - 16 Prozent der projektlosen Freiberufler
länger als sechs Monate auf Projektsuche. Logisch, dass nach
so einer langen Zeit selbst eingefleischte Freiberufler auch einen
Wechsel in die Festanstellung in Betracht ziehen. Hier sieht das
Portal für IT-Projektvermittlung eine verstärkte Nachfrage
vor allem in dem Bereich der drei "Standard-Skills" Windows,
Java und Oracle.
Aber
auch IT-Dienstleister kämpfen mit der Unterauslastung ihrer
Mitarbeiter. Symanek: "Da musste GULP aktiv werden und eine
Antwort finden". GULP hat mit einer Öffnung seiner Profiledatenbank
- die bisher nur Freiberuflern zum Eintrag offen stand auch
für die Mitarbeiter von IT-Dienstleistungsunternehmen reagiert.
"Die Unternehmen verfügen zum Teil über hoch qualifizierte
Mitarbeiter mit absoluten Spezialkenntnissen wie erste Vermittlungserfolge
zeigen". Das diese GULP Initiative verstanden und angenommen
wird, zeigt sich in den Zahlen: Bereits über 100 Unternehmen
haben die Profile ihrer Spezialisten eingetragen. Ein neuer Weg
in der Projektakquise, der auch wenn der Markt wieder Fahrt aufnimmt,
für alle Marktteilnehmer Vorteile bringt. GULP sieht die allerseits
erwartete Belebung des Marktes erst im ersten Quartal 2003 und stützt
sich dabei auf eine weitere Umfrage unter seinen Nutzern, die zu
46 Prozent eine Erholung in 2003 erwarten. Erschreckend, knapp ein
Viertel der Umfrageteilnehmer prognostizieren keine Erholung mehr.
So pessimistisch sieht GULP es nicht, die Zahlen des Marktindexes
in den ersten Juliwochen haben sich teils schon an die Vorjahreswerte
angenähert. Der Marktindex ist übrigens unter www.gulp.de
allgemein zugänglich und wird wöchentlich jeden Dienstag
aktualisiert. Ab dem 10. eines Monats sind die gesamten Werte des
Vormonats verfügbar.
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