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Marktstudie: Frauen im IT-Projektmarkt

Deutliche Dominanz der Männer / IT-Freiberuflichkeit ein Weg, die Doppelbelastung Familie und Beruf in den Griff zu bekommen?

(November 2003)
Inhalt dieses Artikels:
Frauen in der IT-Ausbildung | Frauen im Informatik-Studium | Frauen im IT-Projektmarkt | Fazit | Die Stichprobe
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Dies ist eine Marktstudie aus dem IT-Projektmarktindex, dem Marktindex für IT-Projekte.
 
In aller Kürze:
o Auf dem IT-Projektmarkt haben Frauen nur einen Anteil von 5,8 Prozent.
o IT-Freiberuflerinnen sind im Schnitt 38,3 Jahre jung und haben 13 Jahre Berufserfahrung im IT-Bereich.
o Weibliche IT-Spezialisten fordern mit durchschnittlich 65,4 EUR weniger als ihre männlichen Kollegen.

Was wäre, wenn es weit mehr weibliche IT-Freiberufler geben würde als männliche? Das wäre ein Ergebnis, das einer Sensation gleich käme.
Da der IT-Projektmarkt zwar durchaus für Überraschungen gut ist, aber kaum Sensationen bereit hält, ist es jedoch hier wie in allen technischen Berufen: Die Männer dominieren, und zwar deutlich.
Ist hier die ungleiche Verteilung der Geschlechter ein Naturgesetz? Oder bietet gerade der IT-Projektmarkt für Frauen Chancen, die noch nicht genutzt werden – auch diesen Fragen geht folgende Marktstudie nach.

Der allgemeine Befund des Statistischen Bundesamtes extern zur Verteilung der Geschlechter: In Deutschland leben derzeit etwa 42 Mio. Frauen, was 51 Prozent der Gesamtbevölkerung entspricht. Die grundsätzliche Mehrheit wird aber aufgegeben, wenn es um die statistisch erfasste Erwerbstätigkeit geht, denn hier gilt das Verhältnis 43 Prozent Frauen zu 57 Prozent Männer.

Weitere Ergebnisse der Statistik, die belegen, dass die Gleichberechtigung in der Gesellschaft noch nicht am Ziel angekommen ist: Trotz gleicher Qualifikation finden sich immer noch weniger Frauen in leitenden Positionen als Männer. Im Westen Deutschlands waren im Jahr 2000 nahezu doppelt so viele Männer wie Frauen in Führungspositionen tätig: 20,3 Prozent der Männer, aber nur 10,5 Prozent der Frauen. Und das durchschnittliche Einkommen von Frauen mit Vollzeitbeschäftigung liegt unter dem der Männer.

 

Frauen in der IT-Ausbildung
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Ausbildungsverträge in den IT-Kernberufen nach Geschlecht
Frauen
Männer
Abbildung 1: Ausbildungsverträge in den
IT-Kernberufen nach Geschlecht (Quelle: Statistisches Bundesamt und Bundesinstitut
für Berufsbildung).

Was sind Berufe für Männer, was sind Berufe für Frauen? Die auf den ersten Blick unzulässige Frage, da sehr verallgemeinernd, findet ihre Berechtigung aber in der beruflichen Wirklichkeit, denn hier „teilen“ sich die Geschlechter in der Mehrzahl die Berufe auf: Wenn es technisch wird, sammeln sich die Männer - Frauen besetzen dagegen vor allem die sozialen Bereiche und weite Teile des Dienstleistungssektors.

Die Unterschiede in der Schulzeit sind noch nicht erkennbar, die geschlechtsspezifische Trennung beginnt bei der Ausbildung. Und hier steht fest, dass Frauen in den neuen IT-Ausbildungsberufen seit 1997 unterrepräsentiert sind.

Insbesondere in den IT-Kernberufen (Informationselektroniker, IT-System-Elektroniker, IT-Fachinformatiker, IT-System-Kaufleute und Informatikkaufleute) liegt der Frauenanteil mit durchschnittlich 13,7 Prozent auf sehr niedrigem Niveau. Mit nur 1,6 bzw. 4,6 Prozent lag der Frauenanteil in 2002 bei den Ausbildungsverträgen von Informationselektronikern bzw. IT-System-Elektronikern sogar regelrecht im Keller.

Ob sich die geschlechtsspezifische Verteilung verschieben wird, bleibt abzuwarten in einer Marktlage, die grundsätzlich für viele Auszubildende nur wenig Anreiz bietet, sich mit diesen Berufbildern zu beschäftigen. So sank die Gesamtzahl an abgeschlossenen Ausbildungsverträgen in den IT-Kernberufen von 2001 auf 2002 um 19,3 Prozent auf nur noch 17.597 neue Ausbildungsverhältnisse.

 

 

Frauen im Informatik-Studium
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Studienanfänger im Fachbereich Informatik (Uni-Diplom und Fachhochschulabschluss) nach Geschlecht
Frauen
Männer
Abbildung 2: Studienanfänger im Fachbereich Informatik (Uni-Diplom und Fachhochschulabschluss) nach Geschlecht (Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie).

Eine Frage der Beliebtheit: Männer bevorzugen Studiengänge wie Bauingenieurwesen, Elektrotechnik, Maschinenbau, Informatik und Wirtschaftsingenieurwesen. Von den Frauen besonders häufig gewählt werden dagegen Germanistik, Erziehungswissenschaft, Anglistik, Biologie und Sozialwesen. Gleichermaßen in der Gunst der weiblichen und männlichen Studienanfänger stehen Betriebswirtschaftslehre, Rechtswissenschaft, Wirtschaftswissenschaften, Medizin und Architektur.

Es sieht also hinsichtlich des Frauenanteils nicht sonderlich gut aus bei den Informatik-Studienanfängern an Universitäten und Fachhochschulen. Die Gesamtzahl an frisch immatrikulierten Informatik-Studenten stieg im Zeitraum von 1997 mit 13.452 „Neuen“ bis 35.086 im Jahr 2001 an – aber im Schnitt waren gerade mal 17,2 Prozent von ihnen weiblich.

Dann platzte die gewinnbringende „IT-Blase“, was unverzüglich Auswirkungen auf die Attraktivität von IT-Studiengängen hatte: Im Jahr 2002 ist im Vergleich zum Vorjahr mit insgesamt 31.224 Studienanfängern die Anzahl der Erstsemester im Fachbereich Informatik erstmalig um 11 Prozent gefallen.

Jahr Gesamtanzahl
Absolventen
Anteil
Frauen
1997
7.088
12,5 %
1998
6.617
12,3 %
1999
6.367
11,6 %
2000
5.806
10,5 %
2001
6.070
12,1 %
Tabelle 1: Absolventen der Informatik-Fachbereiche an deutschen Hochschulen.

Der Anteil der Informatikstudentinnen an den Universitäten steigt kaum an. Im Jahr 2001 waren von allen Studienanfängern im Fachbereich Informatik an bundesdeutschen Hochschulen nur 18,3 Prozent weiblich. Im selben Jahr gingen jedoch nur 12 Prozent weibliche Absolventen von den Hochschulen ab.

Die Abbruchquoten sind deutlich. Nicht selten wird in einen anderen Fachbereich gewechselt oder z. B. im Zuge der Familiengründung das Studium komplett abgebrochen.

Eine weitere Tendenz: Die Zeiten, in denen Informatiker/innen auch ohne Abschluss direkt von der Uni geholt wurden, sind lange vorbei. Das ist einer der Gründe, warum der Anteil an Absolventinnen in 2001 wieder gestiegen ist - das Studium wird wieder mit Uni-Diplom oder Fachhochschulabschluss beendet. Eine andere Ursache für den Anstieg der IT-Studentinnen sehen Optimisten der Emanzipation darin, dass immer mehr Frauen ihre Hemmschwelle für technische Berufe verlieren.

 

 

Frauen im IT-Projektmarkt
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Von den wenigen weiblichen IT-Fachleuten scheinen sich noch weniger ins Kalte Wasser der Selbstständigkeit zu wagen. Die Folge: Frauen sind auch im IT-Projektmarkt deutlich unterrepräsentiert.

Die Anzahl freiberuflicher IT-Experten steigt zwar im Gegensatz zu den Studien- und Ausbildungszahlen immer weiter an (siehe: Der Strom der Freiberufler reißt nicht ab). Der deutsche IT-Projektmarkt offenbart jedoch (im Vergleich mit den Frauenquoten von Informatikstudium und -ausbildung) ein größeres Ungleichgewicht im zahlenmäßigen Verhältnis von weiblichen und männlichen IT-Freiberuflern.

Nur 5,85 Prozent aller bei GULP eingetragenen IT-Spezialisten sind weiblich, d.h. nur etwa jedes 20. Profil gehört einer Frau (Stand Oktober 2003). Zwar stieg bis 2002 die Frauenquote bei den Profilneueintragungen kontinuierlich an, der ausgesprochen geringe Anteil weiblicher IT-Experten deutet darauf hin, dass es bis zu einer ausgewogenen Verteilung noch ein langer, sehr langer Weg ist – wenn er überhaupt jemals zum Ziel findet.

Ein Blick auf die einzelnen Positionen: Am wenigsten Frauen gibt es bei den Administratoren, ihr Anteil beträgt hier nur 4,8 Prozent. Etwas besser für das weibliche Geschlecht sieht es bei Software-Entwicklung, IT-Beratung, Projektleitung und Qualitätssicherung aus, wo sich die Frauenquote bei knapp 6 bis 8 Prozent bewegt. Mit deutlichem Abstand der begehrteste IT-Beruf bei Frauen ist die IT-Trainerin: Immerhin 11,4 Prozent aller IT-Trainer sind weiblich.

Es scheint sich hier das klassische geschlechtsspezifische Rollenverhalten widerzuspiegeln: Je „technischer“ ein Berufsbild ist, desto weniger Frauen finden sich darin wieder. Umgekehrt ist der Frauenanteil dort höher, wo neben dem fachlichen Know-how besonders die emotionale Intelligenz sowie soziale und kommunikative Kompetenz wichtig sind.

 
   
Profilneueintragungen in der GULP Profiledatenbank nach Geschlecht
 
Bevorzugte IT-Positionen weiblicher IT-Freiberufler in der GULP Profiledatenbank
Frauen
Männer
 
Anteil Frauen an den Positionen
Abbildung 3: Profilneueintragungen in der GULP Profiledatenbank nach Geschlecht (Gesamtzahl 45.917 Profile, Stand 10/03).
 
Abbildung 4: Bevorzugte IT-Positionen weiblicher IT-Freiberufler in der GULP Profiledatenbank.
 
   

Das Alter:
Im Schnitt sind die bei GULP eingetragenen IT-Freiberuflerinnen 38,3 Jahre alt und damit ein halbes Jahr reifer als ihre männlichen Kollegen. Über 40 Prozent der Freiberuflerinnen, aber nur 36,5 Prozent der Männer haben die Altersgrenze von 40 Jahren überschritten. Im Lebensabschnitt zwischen 35 und 45 Jahren befinden sich 54,1 Prozent der weiblichen und 47,3 Prozent der männlichen IT-Freiberufler. Den jüngeren Semestern bis 35 Jahren gehören 30,8 Prozent der Frauen und 36,4 Prozent der Männer an.

 
   
Prozentuale Verteilung des Lebensalters weiblicher und männlicher IT-Freiberufler
Frauen
Männer
Altersdurchschnitt: 38,3 Jahre
Altersdurchschnitt: 37,8 Jahre
Abbildung 5: Geburtsjahrgänge freiberuflicher IT-Spezialisten:
Prozentuale Verteilung weiblicher und männlicher IT-Freiberufler.
 
   

Die Berufserfahrung:
Aber mehr als das Alter zählt im IT-Projektmarkt die Erfahrung: Über 63 Prozent der IT-Freiberuflerinnen haben mehr als 10 Jahre Berufserfahrung in der IT. Bei den Männern sind dies 69 Prozent. Im Durchschnitt sind IT-Freiberuflerinnen schon seit knapp 13 Jahren im Geschäft – ihre männlichen Kollegen halten mit durchschnittlich 14 Jahren EDV-Erfahrung dagegen. Erstaunlich: Obwohl im Schnitt früher geboren, scheinen Frauen weniger Jahre Berufserfahrung zu haben als ihre männlichen Kollegen.

 
   
Prozentuale Verteilung des Lebensalters weiblicher und männlicher IT-Freiberufler
Frauen
Männer
Ø-Berufserfahrung in der IT: 12,8 Jahre
Ø-Berufserfahrung in der IT: 13,8 Jahre
Abbildung 6: Einstiegszeitpunkt in die EDV-Branche:
Prozentuale Verteilung weiblicher und männlicher IT-Freiberufler.
   

Das Honorar:
Übereinstimmend mit den wenigen geschlechtsspezifischen Einkommensanalysen im IT-Bereich, liefert auch die Auswertung der GULP Profiledatenbank eindeutige Hinweise darauf, dass der geforderte Stundensatz von Frauen tendenziell geringer ist als das von Männern geforderte Durchschnittshonorar.

 
   
Von IT-Freiberuflern geforderte Honorare nach Geschlecht.
Frauen
Männer
Durchschnitt: 65,4 EUR
Durchschnitt: 67,1 EUR
Abbildung 7: Von IT-Freiberuflern geforderte Honorare nach Geschlecht.
   
Vergleich der durchschnittlich geforderten Stundensätze für ausgewählte Qualifikationen nach Geschlecht.
Frauen
Männer
Abbildung 8: Vergleich der durchschnittlich geforderten Stundensätze für ausgewählte Positionen nach Geschlecht.

Eine Analyse der von Frauen und Männern geforderten Stundensätze macht deutlich: Der Anteil der IT-Freiberufler, der weniger als 55 EUR pro Stunde fordert, ist bei weiblichen IT-Spezialisten höher.

25 Prozent der Männer und 29 Prozent der Frauen verlangen für ihre Arbeit einen Stundenlohn unter 55 EUR. Der Stundensatzbereich von 55 bis 64 EUR wird von beiden Geschlechtern gleich häufig belegt (ca. 20 Prozent). 56 Prozent der männlichen IT-Freiberufler fordern Honorare oberhalb von 65 EUR, demgegenüber stehen 50 Prozent Frauen.

Betrachtet man die ausgewählten IT-Positionen, in denen man/frau tätig werden kann, so sind es auch hier die weiblichen IT-Spezialisten, die in ihrem Profil einen niedrigeren Stundensatz angegeben haben als ihre männlichen Kollegen.

Bleibt die Vermutung, dass sich die durchschnittlich geringere Berufserfahrung der Frauen reduzierend auf die Stundensatzforderungen der weiblichen IT-Spezialisten auswirkt.

 

 

Fazit
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Zum einen: Aus welchen Gründen auch immer, die Männer dominieren rein zahlenmäßig überaus deutlich den IT-Projektmarkt – und bestätigen damit die auch für andere Berufe ähnlicher Couleur formulierte These, dass ihr Geschlecht eine größere Nähe zu technischen Berufen hat.

Im Gegenzug sehen viele Frauen offensichtlich ihre Stärken eher in persönlich-menschlichen Bereichen, was für die Berufswahl bedeutet, dass sie verstärkt in den klassischen sozialen Branchen bzw. im Dienstleistungssektor zu finden sind. Ein weiteres Indiz aus unserer Marktstudie für diese These: Von denjenigen Frauen, die sich für das IT-Freiberufler-Dasein entschieden haben, wählte der mit Abstand größte Anteil den Weg der IT-Trainerin – genau die Position, die in der Palette der IT-Berufe die größte zwischenmenschliche Kompetenz erfordert.

Zum anderen: Für Frauen, die sich eine technische Tätigkeit vorstellen können, ist das IT-Geschäft durchaus eine Alternative – und wenn man dann auch noch Flexibilität schätzt, ist der Weg in die IT-Freiberuflichkeit zumindest eine ernsthafte Überlegung wert. Gerade für Frauen, die Familie mit Job vereinen und in der Doppelbelastung mehreren Ansprüchen gleichzeitig genügen müssen, bietet das weite Feld der IT viele Möglichkeiten, sowohl Arbeit als auch Zeit auf erträgliche Weise in den Griff zu bekommen.

Und schließlich: Dass der IT-Projektmarkt allein den Männern vorbehalten ist, muss kein Naturgesetz sein, wie die unentwegten IT-Freiberuflerinnen zeigen, die sich in dieser klassischen Männerdomäne erfolgreich behaupten. Da ist sicherlich noch einiges an Potential vorhanden, sobald mehr Frauen ihre Scheu vor der IT überwinden – auch wenn es auf absehbare Zeit eine Utopie bleiben wird, dass das Verhältnis der beiden Geschlechter im IT-Projektmarkt einmal 50 zu 50 Prozent betragen wird.

 

 

Die Stichprobe
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Die vorliegende Marktanalyse beruht auf der statistischen Auswertung von 45.917 Profilen (Stand Oktober 2003), die freiberufliche IT-Experten bei GULP zur Auftragsakquise im IT-Projektmarkt eingestellt haben. Insgesamt repräsentiert die Datenbasis der vorliegenden Marktanalyse mehr als 90 Prozent des deutschen IT-Projektmarktes.

 

Kommentare zu diesem Artikel:

"Der Artikel ist zwar schon einige Jahre alt, aber auch 2011, ist das Thema noch sehr aktuell. Interessant ist der Titel: "...die Doppelbelastung Familie und Beruf in den Griff zu bekommen?" Die Auftragslage hat sich seit meiner Kinder deutlich verschlechtert. Ich habe das Gefühl, dass ich aufgrund der Kinder schon oft vorab "aussortiert werde" obwohl ich keinerlei Einschränkungen habe, da ich in einer gleichberechtigten Partnerschaft lebe und sich mein Mann selbstverständlich zu Hause genau so viel einbringt (bringen und abholen vom Kindergarten oder bei Krankheit der Kinder auch zu Hause bleibt) Das Problem der Auftraggeber, ist da im Kopf, sobald klar wird dass ich Kinder habe, kommt sofort die Sorge auf, ich wäre nicht flexibel genug, und damit kommt es meiner Meinung nach sehr oft noch nicht einmal zu einem Gespräch, in dem man solche Dinge klären könnte! Männer werden in einem Bewerbungsgespräch nie gefragt ob sie wegen Ihrer Kinder beruflich eingeschränkt sind. Ich hingegen werde das immer gefragt. Deutschland ist da noch lange nicht "up to date" (Februar 2011)"

"Interessant, dass sich die meisten Kommentare auf die Unterschiede beim Stundensatz beziehen und sich die Freiberuflerinnen unterbezahlt fühlen, während der Artikel lediglich 2,5% Abweichung des Durchschnittshonorars im Vergleich zu den männlichen Kollegen ausweist. Diese Differenz ist doch real kaum spürbar! Die Freiberuflerinnen, die sich hier zu Worte gemeldet haben, sind vielleicht ein Opfer des Kassenschlangen-Phänomens? Meistens geht es in der Nachbarschlange schneller voran, als in der eigenen - kein Wunder, da es links und rechts eine Nachbarschlange gibt. Die Chance, unter den zahlreichen männlichen Kollegen einige zu finden, die bei gleicher Leistung besser bezahlt werden, ist demenstprechen groß. (Januar 2004)"

"Ich als Frau und eine selbständige Entwicklerin seit mehr als 7 Jahren habe es schon mehr als genug erlebt, dass "Entscheider" € Kunden und teilweise auch Vermittler - per default einen Mann vorziehen. Um dieselbe Position oder die Bezahlung zu bekommen muss ich sehr oft viel mehr Wissen und Erfahrung auf die Waageschale legen als ein männlicher Mitbewerber. Ich bin mir sicher, die meisten meiner Kolleginnen werden mir zustimmen. Daher auch die €niedrigeren€ Ansprüche der Frauen beim Honorar in dieser Statistik: entweder nimmst du das, was du kriegst, oder zurück zum Herd! (November 2003)"

"Dem obenstehenden Artikel stimme voll ich zu. Seit meinem Einstieg in die IT-Branche war und bin ich jedesmal froh, einen Projektauftrag als Trainerin zu bekommen. Die Hoffnung auf die Chance, doch noch einen Einstieg als Beraterin zu bekommen, gebe ich auch mit meinen 52 Jahren nicht auf. Hinweis: Ihre nebenstehende anzuklickenden erste Tätigkeit weist auf das im Artikel dargestellte Manko hin: ich z.B. bin Freiberuflerin (nicht Freiberufler). (November 2003)"

"Gut, dass sich Gulp mal der Freiberuflerin annimmt! 5% Frauen bei Gulp wären dann mehr als 2.000! Mädels, wo seit ihr? Ich bin jedenfalls meist allein in Projekten als Freiberuflerin. (November 2003)"

"Wir machen in unserer Firma generell keine Unterschiede bei der Bezahlung von externen Beratern zwischen Männern und Frauen bei gleicher Qualifizierung. Der Unterschied liegt m.E. bereits bei den Vermittlern, die weibliche Berater bereits zu geringeren Tagessätzen anbieten. Bei Beratern, die selber akquirieren, kann ich das nicht sagen, da wir nur sehr selten mit diesen arbeiten (und ich glaube nicht, dass da schon mal eine Frau dabei war). Ich möchte die weiblichen Kolleginnen aber ermutigen, hier nicht locker zu lassen. (Ein Mann) (November 2003)"

"Eine Anmerkung dazu: Es ist als Frau nahezu unmöglich, das selbe Honorar zu erzielen, wie ein Mann mit gleichen Skills. Ich weiß von schlechter ausgebildeten (und unerfahreneren) männlichen Freiberuflern, die ein deutlich höheres Honorar erzielen, als es mir als Frau möglich ist, obwohl ich ein gleiches Honorar anstrebe. (November 2003)"

An den in der GULP Knowledge Base veröffentlichten Artikeln bestehen Rechte nach dem Urheberrechtsgesetz. Alle Rechte vorbehalten.

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