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Wenn Alter sich auszahlt

03.06.2019
GULP Redaktion
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GULP Freelancer Studie Schweiz 2019 – Erfahrung und Selbsteinschätzung

Noch vor zehn Jahren war oft mit Mitte 50 Schluss im Job. Das hat sich mittlerweile glücklicherweise geändert. Heute sitzen auch über 60-Jährige noch fest auf dem Bürostuhl. Werden Ältere (50+) aber arbeitslos, haben sie oft grosse Schwierigkeiten eine neue Stelle zu finden, ihre Jobchancen sinken rapide.

Für Freelancer jedoch scheint dies nicht zu gelten. Im Gegenteil: Unternehmen schätzen deren Erfahrung, die bekanntlich mit dem Alter wächst, hoch ein und lassen sich das auch gerne etwas kosten.

Erfahrung lässt die Kasse klingeln

Unsere Stundensatz-Umfrage, die wir Ende 2018 erstmals in der Schweiz durchgeführt haben, ergab, dass die Freelancer in der Altersklasse zwischen 50 und 59 Jahren mit einem Durchschnitts-Stundenlohn von 160 Franken (4,36 Prozent über dem Mittelwert) bei weitem am besten verdienen. Wer darüber liegt, punktet zusätzlich noch mit Universitätsabschluss oder Doktortitel.

Selbst Arbeitnehmer über 60 liegen mit einem Stundenlohn von durchschnittlich 150,23 Franken nur knapp unter dem Mittelwert von 151,97 Franken. Auch ihnen kommt ihr Erfahrungsbonus also noch zugute. Vorausgesetzt sie bleiben am Ball und bilden sich kontinuierlich weiter.

Gute Selbsteinschätzung wächst mit dem Alter

Wer schon lange in seinem Job erfolgreich tätig ist, den Markt und die neuesten Trends kennt, geht auch mit dem nötigen Wissen und Selbstbewusstsein in Honorarverhandlungen. Die Hälfte der Umfrageteilnehmer können ihren geforderten Stundensatz durchsetzen, einige erhalten sogar mehr, als ursprünglich gefordert. Der Fachkräftemangel arbeitet ihnen dabei sicherlich entgegen.

Setzt man den durch die Unternehmen zugesagten Stundenlohn ins Verhältnis zum Alter des Freelancers zeigt sich, dass vor allem die Älteren und davon die über 60-Jährigen einen höheren Stundenlohn als im Vorgängerprojekt oder zumindest denselben durchsetzen konnten.

Allerdings haben nicht alle, die angaben mehr zu verdienen, ihr Alter genannt. Und: Rund 41 Prozent der IT- und Engineering-Freelancer, darunter auch einige Ältere, haben den Stundenlohn vom Auftraggeber drücken lassen und verdienen weniger als zuvor.

Trotzdem: Die Mehrheit der Freelancer weiss sehr gut, welchen Stundensatz sie in den Preisverhandlungen verlangen kann. Knapp 70 Prozent liegen mit ihren Forderungen meist richtig. Und auch hier hilft die Erfahrung bei der Orientierung weiter. So schätzt sich die Altersgruppe der 50 bis 59-Jährigen am realistischsten ein.

Luft nach oben bei den Gehaltsverhandlungen gibt es bei den Frauen. Die Anzahl jener, die gleich viel wie im Vorgängerprojekt verdienen und jener, die weniger bekommen hält sich genau die Waage. Mehr verdient keine der Studienteilnehmerinnen. Tendenziell konnten die Frauen zwischen 50 und 59 ihr Lohnniveau besser halten als die Jüngeren.
 

Fazit:

Alter muss bei der Jobsuche kein Handicap sein und zahlt sich aufgrund wachsender Erfahrung doppelt aus: Zum einen in barer Münze, zum anderen stehen die Chancen gut, den Zuschlag für ein Projekt zu erhalten.

GULP Freelancer Studie: Daten und Fakten rund um den IT- und Engineering-Projektmarkt in der Schweiz

Zwischen September und Dezember 2018 haben sich 582 Freelancer an der Umfrage beteiligt. Laden Sie sich noch heute die komplette Studie kostenlos herunter.

Inhalt der Studie:

  • Trends und Highlights
  • Stundensätze: Beobachtungen und Ausblick
  • Preispolitik
  • Wege ins Projekt
  • Beobachtungen zu den Freelancern
  • Demografische Eckdaten

 

 

Schweizer GULP Freelancer Studie 2019 

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