a Randstad company
Login
© Fotolia/mooshny

Stundensätze: 40 Prozent erhalten weniger als gefordert

Zwischenstand der grossen Schweizer GULP Freelancer-Studie 2019

15.10.2018
GULP Redaktion
Artikel teilen:

Eine der wohl spannendsten Kennzahl der IT-Freelancer-Branche ist der Stundensatz. GULP führt dazu jährlich seine grosse Umfrage unter Freelancern in den deutschsprachigen Ländern durch. Dieses Jahr wird die Umfrage zum ersten Mal für die Schweiz gesondert durchgeführt. Wie sehen die Bedingungen für IT-Freelancer im Schweizer Markt aus? Wie hoch sind die Stundensätze, wie die Projektbedingungen und Leistungsanforderungen? Finden Sie hier die ersten Zwischenergebnisse der weiterhin laufenden Schweizer Studie:

Pricing weiterhin von Freelancern bestimmt

Den Stundensatzforderungen wird grösstenteils (noch) entsprochen: Laut ersten Ergebnissen – die Befragung wird noch bis Ende Jahr laufen – zeigt sich, dass das der Markt dem Pricing der Freelancer weiterhin entspricht. 52 Prozent haben den von ihnen geforderten Stundensatz erhalten, 8 Prozent bekommen sogar zwischen ein und 15 Prozent mehr als gefordert.

 

 

Allerdings konnten 40 Prozent der Befragten ihre Forderungen nicht durchsetzen. Die Differenz zwischen gefordertem und erhaltenem Stundensatz liegt bei rund 18 Prozent der Teilnehmer zwischen ein und zehn Prozent weniger. Bei rund 15 Prozent liegt die Differenz bei zehn bis 20 Prozent. Sechs Prozent erhalten laut momentanem Stand mehr als 20 Prozent weniger als gefordert. Fraglich ist, aus welchem Grund die geforderten Honorare nicht erreicht werden. Sind immer mehr Unternehmen gezwungen Budget einzusparen oder schiessen möglicherweise die geforderten Honorare übers Ziel hinaus? Oder liegt die Wahrheit dazwischen? Eine Frage, die im Rahmen einer ersten Befragung nicht zu beantworten ist. Wir werden die Entwicklungen jedoch weiter im Auge behalten.

 

Je älter, desto besser bezahlt

Um herauszufinden, in welcher Altersklasse IT-Freelancer am besten verdienen, haben wir unsere Teilnehmer auch nach ihrem Alter gefragt. In Korrelation zum Stundensatz kommt die Umfrage zu folgendem Zwischenergebnis: Mit einem durchschnittlichen Honorar von 153 Franken verdienen die 50- bis 59-Jährigen am besten, gefolgt von den 40- bis 49-Jährigen mit einem Durchschnittsverdienst von 150 Franken pro Stunde. Auch der Mittelwert aller Altersklassen liegt bei 150 Franken. Jener in der Altersklasse 30-39 mit 147 Franken sowie die über 60-Jährigen (146 Fr./h) liegen nur knapp darunter.

 

 

Lediglich die unter 29-Jährigen (122 Fr./h) und verdienen spürbar weniger. Das Alter schafft dem Honorarniveau keinen wirklichen Abbruch. Nur die Jungen müssen sich scheinbar noch ihre Sporen verdienen.
 

Haben Sie schon an unserer Umfrage teilgenommen? Falls nicht, haben Sie immer noch die Gelegenheit, mit Ihren Angaben unsere Ergebnisse zu vervollständigen. Hier geht’s direkt zur Umfrage.

Projektmanagement hoch im Kurs

Heute läuft in der IT praktisch alles nur noch über Projekte. Daher erstaunt es nicht, dass Projektmanagement, -leitung und -organisation mit einem durchschnittlichen Stundensatz von 171 Franken die bei weitem bestbezahlten Kompetenzen sind, die man mitbringen kann. Aber auch Beratung, Business- und Prozessanalyse sowie Coaching, Training und Schulung stehen hoch im Kurs. Hier liegt der Honorar-Mittelwert bei 160 Franken. Auch alles rund um Software-Programmierung, -Entwicklung, -Architektur und -Consulting wird mit rund 139 Franken nicht schlecht bezahlt.

 

 

Am schlechtesten bezahlt werden IT- und Engineering Freelancer aus den Bereichen Forschung und Entwicklung. Im Schnitt verdienen sie nur 108 Franken pro Stunde. In Anbetracht der Tatsache, dass die Schweiz hinsichtlich Forschung und Entwicklung im IT-Sektor global mitmischen will, aber nach wie vor im weltweiten Vergleich eher hinterherhinkt, sollten Unternehmen nachhaltiger denken und ihre Forscher für künftige IT-Innovationen besser entlöhnen. Auch Freelancer mit Kompetenzen in den Bereichen Qualitätsmanagement, -entwicklung und Tests (125 Fr./h) sowie Administration und Support (111 Fr./h) werden eher etwas stiefmütterlich behandelt. Hier gibt es durchaus Verbesserungspotential.  

Ob die Stundensätze im kommenden Jahr im Vergleich zu 2018 steigen oder fallen, wird die zweite Ausgabe unserer Studie, die wir 2019 durchführen werden, ans Licht bringen.

Machen Sie mit!

Wie am Anfang erwähnt, stellen die aufgeführten Zahlen lediglich eine Zwischenbilanz dar. Es bleibt spannend, wie sich die Umfrage bis Ende Jahr entwickeln wird. Sie läuft seit Mitte September 2018. Bis heute haben 289 IT-Freelancer daran teilgenommen. Unsere Partner sind Computerworld, Inside-it, swiss iTReseller, swiss iTMagazine und swissICT.  


Wir laden Sie, liebe IT-Freelancer, hiermit herzlich ein, an der noch laufenden GULP Freelancer-Studie teilzunehmen und unsere Ergebnisse mit Ihrem Input zu ergänzen. Alle Teilnehmer erhalten die Ergebnisse der Studie exklusiv im Vorfeld.

Erstellen Sie Ihre eigene Umfrage zu Nutzerfeedback.

Lesermeinungen zum Artikel

Es wurden noch keine Bewertung abgegeben.

Ihre Meinung zum Artikel

Bitte verwenden Sie keine Links in Ihrem Kommentar.

Ihr Kommentar wird zunächst geprüft. Möchten Sie informiert werden, wenn er veröffentlicht wurde?
Bitte tragen Sie dazu Ihre E-Mail-Adresse ein:
Wir konnten Ihre Bewertung leider nicht speichern. Bitte geben Sie zuerst Ihr Feedback ab.
Lieber Leser, vielen Dank für Ihr Feedback.
Ihre Bewertung für den Artikel wurde gespeichert. Wir prüfen Ihren Kommentar bezüglich Netiquette und Datenschutzrichtlinien und veröffentlichen ihn danach in Kürze. Sie werden von uns per E-Mail darüber benachrichtigt.
Ihre GULP Redaktion.