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Netto-Stundensätze gestiegen, Frauen noch immer unterrepräsentiert

Zwischenstand der grossen Schweizer GULP Freelancer Studie 2019

03.12.2018
GULP Redaktion
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Zum ersten Mal führt GULP seine grosse Stundensatzumfrage gesondert in der Schweiz durch. Im ersten Teil unserer Umfrageauswertung vom 15. Oktober 2018  haben wir Sie darüber informiert, ob IT- und Engineering-Freelancer ihre Stundensatzforderungen durchsetzen konnten, in welcher Altersklasse sie am besten verdienen und welche Freelancer-Kompetenzen die bestbezahlten sind (siehe: https://goo.gl/KoCgEJ)

Im zweiten Teil der Studienauswertung widmen wir uns nun Fragen zu Stundensatzveränderungen in laufenden Projekten im Vergleich zu Vorgängerprojekten, zur Entwicklung der Stundensätze hinsichtlich künftiger Projekte und woran sich Freelancer bei der Berechnung ihrer All-inclusive-Stundensätze orientieren.

Stundensätze im Vergleich zu früheren Projekten mehrheitlich gestiegen

Auch wenn 40 Prozent der Teilnehmer ihre Stundensatzforderungen im aktuellen Projekt nicht durchsetzen konnten, für 36 Prozent ist der Netto-Stundensatz im Vergleich zum vorherigen Projekt trotzdem zwischen 1 und 10 Prozent gestiegen, wie unsere zweite Zwischenauswertung zutage brachte. 31 Prozent erhielten von ihren Auftraggebern sogar einen um mehr als 10 Prozent höheren Stundensatz. Für 32 Prozent ist er gesunken. Davon für 15,4 Prozent um mehr als 10 Prozent.

 

Zwei Drittel der Befragten kamen also im aktuellen Projekt in den Genuss eines höheren Stundenlohns als im vorangegangenen Projekt. Daher wundert es auch kaum, dass über die Hälfte (54,9 Prozent) ihre Stundensatzforderungen im nächsten Angebot nicht ändern werden.

 

Jene, die Änderungen planen (45,1 Prozent), werden ihre Offerten entweder um bis zu 5 Prozent (27,3 Prozent), um 5 bis 10 Prozent (37,5 Prozent) oder um mehr als 10 Prozent (29 Prozent) erhöhen.

 

 

Haben Sie schon an unserer Umfrage teilgenommen? Falls nicht, haben Sie immer noch die Gelegenheit, mit Ihren Angaben unsere Ergebnisse zu vervollständigen. Hier geht’s direkt zur Umfrage.

 

Erfahrung, Marktwert und ein breitgefächertes Netzwerk zählen

Bei der Berechnung ihrer All-inclusive-Stundensätze berufen sich mehr als ein Drittel (39,2 Prozent) der Schweizer Freelancer vornehmlich auf ihre Erfahrung aus vorherigen Projekten und fast ebenso viele (37,9 Prozent) orientieren sich an ihrem Marktwert, resultierend aus Nachfrage, Skills und Projekterfahrung. Nur bei 12,6 Prozent entspricht der Stundensatz den Vorgaben des Auftraggebers. Mit 6,2 und vier Prozent spielen Lebensstandard und Stundensatzkalkulatoren nur eine untergeordnete Rolle.

 

Und wie läuft es in der Akquise? Fast Zweidrittel der Umfrageteilnehmer kommen über ihr eigenes, gut ausgebautes Netzwerk an neue Aufträge. Wobei rund 40 Prozent Unterstützung durch einen Personaldienstleister erhalten. Klassische IT-Beratungsunternehmen (8,1 Prozent) oder Online-Portale (10,8 Prozent) haben hingegen, wenn es um die Projektvermittlung geht, wenig bis nichts zu melden.

Helvetische Freelancer sind also gut vernetzt und wissen was sie können und wollen. Zudem beweisen sie ausgesprochenes Verhandlungsgeschick, wenn es um ihre Entlohnung geht: Satte 70 Prozent liegen mit ihrer Stundensatzforderung bei Honorarverhandlungen meist richtig.

Weitere wichtige Fakten:

Übrigens: 92,9 Prozent unserer Umfrageteilnehmer sind männlich. Noch immer ist in der IT- und Engineering-Branche ein grosser Frauenmangel zu beklagen. Und: Die überwiegende Mehrheit der Teilnehmer (71,5 Prozent) ist zwischen 40 und 60 Jahre alt.

Machen Sie mit!

Wie am Anfang erwähnt, stellen die aufgeführten Zahlen lediglich eine Zwischenbilanz dar. Es bleibt spannend, wie sich die Umfrage bis Ende des Jahres entwickeln wird. Sie läuft seit Mitte September 2018. Bis heute haben 467 IT-Freelancer daran teilgenommen. Unsere Partner sind Computerworld, Inside-it, swiss iTReseller, swiss iTMagazine und swissICT.  


Wir laden Sie, liebe IT-Freelancer, hiermit herzlich ein, an der noch laufenden GULP Freelancer-Studie teilzunehmen und unsere Ergebnisse mit Ihrem Input zu ergänzen. Alle Teilnehmer erhalten die Ergebnisse der Studie exklusiv im Vorfeld.

Erstellen Sie Ihre eigene Umfrage zu Nutzerfeedback.

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