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Teil 1: Life Hacks für Freelancer- praktische Tipps für das Leben in der Schweiz

20.08.2018
GULP Redaktion
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Die kulturelle Vielfalt, die wirtschaftliche Dynamik sowie die räumliche und sprachliche Nähe zu Deutschland und Österreich machen die Schweiz zu einer attraktiven Location für Freelancer aus den Bereichen IT und Engineering. Die Gründe liegen auf der Hand: Viele internationale Konzerne, erfolgreiche Forschungseinrichtungen und innovative Think Tanks haben ihren Sitz in der Schweiz. Der Projektmarkt ist für Experten entsprechend vielfältig und spannend.

Darüber hinaus ist die Schweiz eines der wohlhabendsten Länder weltweit und bietet eine hervorragende Lebensqualität (z.B. Sicherheit, Infrastruktur, Mobilität usw.), die ihresgleichen sucht. Eine stabile Konjunktur und ebenso stabile politische Rahmenbedingungen tun ihr übriges. Last but not least geniessen Sie während Ihres Projekteinsatzes in der Schweiz die fantastische Natur und den Umgang mit sehr höflichen Eidgenossen. Mancher Ihrer Kollegen kam für ein Projekt, verliebte sich in das Land und die Menschen und siedelte schliesslich ganz in die Schweiz über.

Haben auch Sie sich für ein Projekt in der Schweiz entschieden? Dann möchten wir Sie gerne mit unserer dreiteiligen Life Hacks-Serie dabei unterstützen, sich schneller im Alltag zu Recht zu finden. Unsere Tipps haben wir zur leichteren Orientierung in folgende Themenbereiche gegliedert:

Wohnen

Sie suchen für die Dauer Ihres Projekteinsatzes eine Bleibe in der Schweiz? Auf den folgenden Portalen ist die Schweizer Wohnungslandschaft weitestgehend flächendeckend abgebildet und es gibt Wohnungsangebote für jeden Geschmack, Bedarf und Geldbeutel. (Homegate, Immoclick, Immostreet, immo.search).

Die Schweizer Wohnungspreise erreichen – auch in ländlicheren Gebieten – schnell das Niveau europäischer Grossstädte. Bedenken Sie jedoch, dass die Wohnungen in der Regel gut bis hochwertig ausgestattet sind (Küche, Waschmaschine, Trockner, Einbauschränke, etc.). Gerade für den kurzen bis mittelfristigen Projekteinsatz ist das ideal, da die Grundausstattung der meisten Wohnungen viele Investitionen überflüssig macht.
In den Ballungszentren ist es übrigens auch für «Nicht-Studenten» durchaus gängige Praxis, möblierte Apartments zu mieten, oder in einer WG zu wohnen. Das Angebot an entsprechendem Wohnraum ist umfangreich. Angebote finden sich z.B. auf UMS Untermietservice und WG Zimmer.

Vor der Zusage für eine Wohnung wird oft eine Vermieter-Referenz gefordert. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, fragt seinen letzten Vermieter, ob er gegebenenfalls als Referenz zur Verfügung steht. Es ist auch nicht unüblich, dass der Vermieter Kontakt mit dem aktuellen Arbeitgeber aufnehmen möchte, um sich über den Beschäftigungsstatus des potenziellen Mieters zu informieren. GULP steht seinen Projektmitarbeitern als Arbeitgeber-Referenz selbstverständlich gerne zur Verfügung.  

Bei Abschluss eines Mietvertrages wird häufig auch eine Betreibungsauskunft verlangt. Dabei handelt es sich um eine Bonitätsauskunft, die der deutschen Schufa-Auskunft entspricht und nur mit Wohnsitz in der Schweiz angefordert werden kann. Um Vermietern dennoch nicht mit leeren Händen gegenüber zu stehen und dadurch wohlmöglich den Abschluss eines Mietvertrags zu riskieren, sollte man sich am besten schon im Heimatland eine entsprechende Auskunft besorgen (Deutschland = Schufa Selbstauskunft, Österreich = KSV-Selbstauskunft).

Auch das Mietrecht in der Schweiz weist Unterschiede auf. Wer sich detaillierter in die Materie einlesen möchte, findet weiterführende Informationen hier.

Noch ein Tipp für Ihr neues Domizil: In der Schweiz passen Euro-Stecker in jede Steckdose, die in vielen Ländern immer noch verwendeten Schuko-Stecker jedoch nicht! Damit Sie Handy, Laptop und die elektrische Zahnbürste gleichzeitig aufladen können, besorgen Sie sich am besten gleich mehrere Adapter (im Schweizer Einzelhandel erhältlich). Oder Sie tauschen einfach den Netzstecker einer deutschen Mehrfachsteckdose durch einen Schweizer Netzstecker aus (in Schweizer Baumärkten erhältlich).

Öffentlicher Nah- und Fernverkehr

Sie haben eine Wohnung gefunden und organisieren nun Ihren Arbeitsweg? Wer mit dem Auto in den Stosszeiten in die Ballungszentren fahren möchte, wird schnell feststellen, dass sich der Umstieg auf den öffentlichen Nahverkehr (ÖV) lohnt, denn die Verkehrsdichte unterscheidet sich nicht von der in den übrigen europäischen Ballungsgebieten.

Achten Sie daher – am besten bereits vor Anmietung einer Wohnung – auf eine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr. Die Schweiz verfügt über ein sehr gut ausgebautes und eng getaktetes ÖV-Netz, wohingegen der Parkraum in den Städten begrenzt und vergleichsweise teuer ist. Der Umstieg auf Busse, Bahnen und die «Tram» (Strassenbahn) ist also eine echte Alternative. Auch hierfür haben wir wertvolle Tipps für Sie:

Für die Nutzung des ÖV ist besonders das Halbtax-Abo zum aktuellen Preis von 185,- CHF pro Jahr interessant. Mit dem Halbtax reisen Sie auf allen Strecken der SBB und den meisten anderen Bahnen, sowie mit Schiffen, Bussen und Trams zum halben Preis (vergleichbar mit der deutschen Bahncard 50). Es besteht die Möglichkeit, zusätzlich zum Halbtax-Abo on top eine Monatskarte für 420,- CHF (2. Klasse) zu buchen. Damit wird das Halbtax für einen Monat zum General-Abo (GA) und Sie reisen ohne zusätzliche Kosten mit dem ÖV (entspricht der deutschen Bahncard 100). Die Abonnements der SBB halten weitere attraktive Partnerdienste und Ermässigungen für Sie bereit.

Übrigens, das Halbtax und das GA sind nicht an eine Schweizer Wohn- oder Meldeadresse gebunden und können von allen EU-Bürgern genutzt werden. Wenn Ihre Angehörigen Sie häufiger besuchen kommen lohnt, sich für sie vielleicht ebenfalls ein Halbtax. Weitere Informationen zu den Abos und Angeboten finden Sie im Internet bei der SBB. Für personalisierte Fahrplanauskünfte und den Kauf Ihrer Billets gibt es die SBB Mobile App (iOS / Android).

Empfehlenswert für den unkomplizierten Kauf Ihrer ÖV-Tickets mit einem Klick –  und deren Abrechnung zum jeweils günstigsten verfügbaren Preis – sind ausserdem die Apps lezzgo (iOS / Android) oder fairtiq (iOS / Android).

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